UNTERNEHMEN

„Das nervt mich göttlich“

ABB Peter Voser, mächtigster Mann der Schweizer Industrie-Ikone und Siemens-Rivalin, über verklebte Konzernstrukturen, den Rauswurf von Vorstandschef Ulrich Spiesshofer und die Freiheitsgrade des neuen CEOs.

ZURÜCK AUF LOS Als jun­ger Fi­nanz­chef be­wahr­te Pe­ter Vo­ser ABB An­fang des Jahr­tau­sends vor dem Ex­itus, spä­ter wur­de er CEO von Roy­al Dutch Shell, be­vor er als Ver­wal­tungs­rats­chef zu­rück­kehr­te. Jah­res­sa­lär als Chef­auf­se­her zu­letzt: 1,2 Mil­lio­nen Schwei­zer Fran­ken.

Die Schwei­zer ABB hat auf­rei­ben­de Mo­na­te hin­ter sich. Lan­ge stritt das Top­ma­nage­ment mit sei­nen Ak­tio­nä­ren über die Zu­kunft der En­er­gie­net­ze, ei­ner Keim­zel­le des In­dus­trie­kon­zerns. Nun wird die Spar­te, die ein knap­pes Vier­tel zum Um­satz bei­steu­er­te, suk­zes­si­ve an Hit­a­chi ver­kauft, das Rest­ge­schäft führt ABB künf­tig in vier Spar­ten (sie­he Gra­fik „Un­ter Strom"). Spi­ri­tus Rec­tor des Groß­um­baus ist Pe­ter Vo­ser (61), seit 2015 als Chair­man, nach dem Raus­wurf sei­nes Vor­stands­chefs Ul­rich Spiess­ho­fer (55) im April 2019 zu­sätz­lich auch als CEO. Zum 1. März zieht sich Vo­ser wie­der auf den Pos­ten des Chef­auf­se­hers zu­rück, der 60-jäh­ri­ge Schwe­de Björn Ro­sen­gren über­nimmt.

MM Herr Vo­ser, sind Sie ei­gent­lich froh, dass ABB – an­ders als Sie­mens – kei­ne Zug­si­gnal­schil­der mehr auf­stellt?

PE­TER VO­SER Das The­ma Koh­le­mi­ne in Aus­tra­li­en wur­de me­di­al sehr stark auf­ge­bauscht. Ob man es will oder nicht, wir wer­den Koh­le und Öl noch die nächs­ten 30 oder 40 Jah­re brau­chen. Wir kön­nen jetzt nicht ein­fach die Be­lie­fe­rung von Un­ter­neh­men ein­stel­len. Das wäre kon­tra­pro­duk­tiv.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.