VORWÄRTS IMMER!

Ohne Ziel kein Schwung

Echter Wandel scheitert in vielen Konzernen im Change-Prozess. Ein klarer Fall von Führungsversagen.
Von Christoph Bornschein

Am An­fang war die Dis­rup­ti­on. Nach der Dis­rup­ti­on kam der Un­glau­be, nach dem Un­glau­ben die Pa­nik, mit der Pa­nik der Ak­tio­nis­mus, mit dem Ak­tio­nis­mus ka­men die Ex­pe­ri­men­te, mit den Ex­pe­ri­men­ten trat Skep­sis auf, der Skep­sis folgt Rat­lo­sig­keit, die sich wie­der­um in neu­em Ak­tio­nis­mus auf­löst. Dies scheint mir im Grun­de die Ge­schich­te des di­gi­ta­len Wan­dels in Deutsch­land zu sein. Va­ria­tio­nen gab und gibt es im­mer, be­schleu­ni­gen­de und re­tar­die­ren­de Fak­to­ren von In­dus­trie zu In­dus­trie, ei­ni­ge Er­folgs­ge­schich­ten, man­ches kra­chen­de Schei­tern, viel fol­gen­lo­ses Ver­glim­men.

Im De­zem­ber freu­te sich Deutsch­land trotz al­lem über Platz 6 von 118 im Di­gi­tal Rea­di­ness In­dex des US-Hard­ware­un­ter­neh­mens Cis­co. Es geht vor­an! Na­tür­lich tut es das, bei all dem Ak­tio­nis­mus. Das Pro­blem bleibt, dass wir im ers­ten Gang 30 fah­ren und uns da­bei über die Rich­tung bes­ten­falls strei­ten, wenn sie denn über­haupt The­ma ist.

NIR­GEND­WO WIRD DAS BES­SER sicht­bar als im Chan­ge- und Kul­tur­be­mü­hen deut­scher Kon­zer­ne. Der di­gi­ta­le Wan­del, so viel scheint heu­te si­cher, be­ginnt in den Ar­beits- und Denk­wei­sen der Be­leg­schaft, in den Köp­fen, in den Me­tho­den, in der in­ter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on. Da muss sich et­was än­dern. Die Chan­ge-In­itia­ti­ve ist das neue In­no­va­ti­on Lab: Wer es noch nicht hat, be­rei­tet es vor. Und wer es hat, re­det gern dar­über. Die Ant­wort auf den Wan­del heißt: Chan­ge.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.