UNTERNEHMEN

ZAHLMEISTER

KLARNA Die Schweden kombinieren coole Digitalbank mit drögem Zahlungsdienstleister – und geben damit vielen Finanz-Start-ups die Richtung vor.

Bei Klar­na in Stock­holm, so steht es schon in gro­ßen, pink­far­be­nen Let­tern am Ein­gang, gibt man sich viel Mühe, „smoooth“ zu er­schei­nen. Das soll für die On­line­zah­lun­gen gel­ten, von de­nen die Schwe­den je­den Tag Mil­lio­nen ab­wi­ckeln, ge­nau­so wie für den mög­lichst läs­si­gen Auf­tritt und Stil der Mit­ar­bei­ter. Auch der Chef trägt über der Jeans die neue Mit­ar­bei­ter­kol­lek­ti­on: ei­nen el­fen­bein­far­be­nen Baum­woll­pul­li mit schie­fem „K“ auf der Brust. Knut Frängs­myr (38) führt das Un­ter­neh­men ge­mein­sam mit dem Grün­der Se­bas­ti­an Sie­miat­kow­ski (38) und könn­te vom Auf­tritt ein Kun­den­be­treu­er sein. Nur sein Smart­pho­ne mit dem „Dia­mond“-Sta­tus-Badge der Air­line SAS weist ihn als Kar­rie­re­men­schen aus.

„Ich habe bei Klar­na schon fast alle Rol­len durch“, sagt er. Fi­nan­zer, Ober­ju­rist, selbst Tech­nik­chef war er zeit­wei­se. „An in­te­res­ting ride“, so Frängs­myr. Da­bei geht es jetzt erst so rich­tig los.

Klar­na wächst schnell. Es ist, seit dem Bör­sen­gang des Strea­m­ing­diens­tes Spo­ti­fy 2018, der neue Stolz von Skan­di­na­vi­ens Tech­sze­ne. Laut jüngs­ten Zah- len ist der Um­satz bin­nen Jah­res­frist um 33 Pro­zent auf 315 Mil­lio­nen Euro im ers­ten Halb­jahr 2019 ge­stie­gen. In­ves­to­ren ta­xier­ten Klar­na jüngst auf ei­nen Wert von 5 Mil­li­ar­den Euro. Von Eu­ro­pas Fi­nanz-Start-ups (Fin­techs) spielt nur die bri­ti­sche Di­gi­tal­bank Re­vo­lut in ei­ner ähn­li­chen Liga, der deut­sche Star N26 liegt bei 3,2 Mil­li­ar­den Euro.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.