SPEZIAL: KOLUMNE

Investieren statt spekulieren

Der Wohnungsmangel schädigt Demokratie und Wirtschaft. Viele Mittelständler könnten helfen.
Von Klaus Schweinsberg

Spricht man mit jun­gen Ar­beit­neh­mern, egal ob schlecht oder sehr gut be­zahlt, gibt es ein The­ma, das sie alle um­treibt: das Feh­len von be­zahl­ba­rem Wohn­raum. Und zwar un­ab­hän­gig da­von, ob in Lon­don, Palo Alto, Pe­king, Mün­chen oder am Bo­den­see.

Das The­ma „Hou­sing“ hat sich auch in Deutsch­land zu ei­nem kri­ti­schen Stand­ort­fak­tor für Mit­tel­stand und Kon­zer­ne ent­wi­ckelt. Die oft end­lo­se Su­che nach Woh­nun­gen und die häu­fig aus der Not ge­bo­re­ne Pen­de­lei schlu­cken wahr­schein­lich ei­ni­ge Ar­beits­wo­chen pro Jahr, die un­pro­duk­tiv ver­puf­fen. Weit­aus ge­fähr­li­cher für den Stand­ort Deutsch­land: Der Man­gel an Wohn­raum lässt bei jun­gen Men­schen hand­fes­te Zwei­fel auf­kom­men, ob Staat und Markt­wirt­schaft in der Lage sind, die zen­tra­len Pro­ble­me zu lö­sen.

IN IH­REM KLU­GEN BUCH „Staats­mann, Dem­ago­ge, Amts­in­ha­ber“ sa­hen die bei­den Öko­no­men Klaus Mack­scheidt und Guy Kirsch be­reits in den 80er Jah­ren ein Sze­na­rio vor­aus, das sich heu­te voll ent­fal­tet: „Das für den Amts­in­ha­ber ty­pi­sche Ver­sa­gen be­steht nicht dar­in, dass er je­nen Pro­ble­men, die er sieht, nicht ge­recht wird, son­dern dass er jene Pro­ble­me, de­nen er aus Sicht sei­ner Wäh­ler ge­recht wer­den soll­te, nicht sieht.“ Die­ser Satz gilt auch für die Amts­in­ha­ber in der Wirt­schaft, also die Spit­ze von Un­ter­neh­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.