TRENDS

Die Zukunfts­werk­statt

DIGITALISIERUNG Die indische Metropole Bangalore ist zu einem der wichtigsten Tech-Hubs der Welt aufgestiegen. Für einige deutsche Weltkonzerne ist der Standort sogar attraktiver als das Silicon Valley.

DIE CHE­FIN TRÄGT ROT Sind­hu Gangad­ha­ran (M.) führt 8500 SAP-Ent­wick­ler in Ban­ga­lo­re

Bei Sie­mens Healt­hineers in Ban­ga­lo­re er­hebt sich in der Kan­ti­ne eine zwei­stö­cki­ge Bis­kuit­creme­tor­te von der Grö­ße und Fluf­fig­keit ei­nes Kin­der­betts. Da­hin­ter steht Gerd Höf­ner und zer­teilt den Ka­ra­mell­traum mit ei­nem ma­che­ten­ar­ti­gen Mes­ser und der Prä­zi­si­on ei­nes ech­ten Sie­men­sia­ners. Es reg­net gol­de­nes Kon­fet­ti und riecht süß­lich. Höf­ners Per­so­nal­chef schnappt sich das Mi­kro: „Wir sind wie­der 'Gre­at Place to Work' ge­wor­den, mit noch bes­se­ren Wer­ten als letz­tes Jahr.“ 1800 jun­ge Men­schen ju­beln fre­ne­tisch, die ers­ten Stü­cke Tor­te wer­den ver­teilt, In­ge­nieu­re füt­tern sich ge­gen­sei­tig. Ma­xi­ma­le Glück­se­lig­keit.

Gre­at Place to Work, das ist Ban­ga­lo­re auch für Höf­ner. Seit 2002 ar­bei­tet der Deut­sche hier, seit 2015 ist er in der Me­di­zin­tech­nik­spar­te der Mün­che­ner ver­ant­wort­lich für Pro­duk­ti­on und For­schung im süd­li­chen Asi­en. Er ist da­mit auch Chef der 2100 Sie­mens-In­ge­nieu­re und Pro­gram­mie­rer in In­di­ens Tech­haupt­stadt.

Was frü­her le­dig­lich ein güns­ti­ger Out­sour­cing­stand­ort war, hat sich zu ei­nem der wich­tigs­ten Tech-Hubs der Welt ent­wi­ckelt: Ob Goog­le oder Mi­cro­soft, Gold­man Sachs oder Hua­wei, ABB oder eben Sie­mens – die glo­ba­le Kon­zer­ne­li­te treibt hier die Di­gi­ta­li­sie­rung ih­rer Ge­schäf­te vor­an. Rund 1250 Un­ter­neh­men ha­ben sol­che Glo­bal In­hou­se Cen­ter in In­di­en ge­grün­det – knapp die Hälf­te da­von in Ban­ga­lo­re (sie­he Kar­te „In­di­ens Tech-Haupt­stadt").

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.