MAGISCHES VIERECK

Ruhestörung

Das Ende der Ära Merkel macht Deutschland instabiler. Schlechte Nachrichten für die Wirtschaft.
Von Henrik Müller

Alles hat ein Ende, auch eine Amts­zeit. Mit dem an­ge­kün­dig­ten Wech­sel an der CDU-Spit­ze rückt nun auch der Zeit­punkt des Ab­gangs von An­ge­la Mer­kel nä­her. Für Deutsch­land heißt das: Es droht eine Pha­se po­li­ti­scher In­sta­bi­li­tät. Nicht nur, aber auch weil die Kanz­le­rin feh­len wird.

Ins­ge­samt wa­ren die Mer­kel-Jah­re eine gute Zeit, wirt­schaft­lich und po­li­tisch. Seit 2006 – mit kur­zer Un­ter­bre­chung durch die Fi­nanz­kri­se – er­leb­te die Bun­des­re­pu­blik ei­nen lan­gen Auf­schwung. Die Wirt­schafts­leis­tung pro Kopf stieg laut OECD in die­ser Zeit um ein Sechs­tel – trotz Fi­nanz­kri­se. Die Be­schäf­ti­gung und die Ein­kom­men leg­ten so stark zu wie in kaum ei­ner an­de­ren ver­gleich­ba­ren Volks­wirt­schaft, so eine Stu­die des McK­in­sey Glo­bal In­sti­tu­te.

Zu­ge­ge­ben, die Um­stän­de wa­ren glück­lich: Vom Boom in Asi­en pro­fi­tier­te be­son­ders die deut­sche In­dus­trie, und die So­zi­al­re­for­men Ger­hard Schrö­ders be­gan­nen erst un­ter der Nach­fol­ge­rin rich­tig zu wir­ken. Und doch, der deut­sche Staat war für die Wirt­schaft ein sta­bi­ler An­ker. An­ders­wo schnell­te die ge­mes­se­ne wirt­schafts­po­li­ti­sche Un­si­cher­heit durch er­ra­ti­sche Kurs­wech­sel in die Höhe. Hier herrsch­te mer­kel­sche Ruhe.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.