EDITORIAL

Im Corozän

MAR­TIN NOÉ Chef­re­dak­teur

WAS LAN­GE NUR EINE BEFÜRCH­TUNG WAR, ist nun Ge­wiss­heit. Das Co­ro­na-Vi­rus brei­tet sich rund um den Erd­ball aus, es wird in vie­len Staa­ten das öf­fent­li­che Le­ben aus­trock­nen. Zahl­rei­che Men­schen wer­den dar­an ster­ben, auch wenn Co­vid-19 für die meis­ten von uns ge­sund­heit­lich un­ge­fähr­lich ist und Wis­sen­schaft­ler Ver­su­che star­ten, mit Me­di­ka­men­ten, die ei­gent­lich ge­gen Ebo­la oder HIV ent­wi­ckelt wur­den, Co­ro­na-Kran­ke zu hei­len.

Wirt­schaft­lich be­deu­tet die Seu­che den Be­ginn ei­ner Eis­zeit, wir rut­schen in das Co­ro­zän. Erst ein Impf­stoff kann die­se Un­zeit dau­er­haft be­en­den. Denn so­lan­ge das Vi­rus nach Pha­sen der Ein­däm­mung im­mer wie­der er­starkt, wie Vi­ro­lo­gen glau­ben, so lan­ge hält die öko­no­mi­sche Be­las­tung an. Das un­ter­schei­det die­se Wirt­schafts­kri­se von vie­len an­de­ren, wie zu­letzt der von 2008. Eine schnel­le Er­ho­lung nach dem Ab­sturz, den V-för­mi­gen Ver­lauf, wer­den wir die­ses Mal nicht se­hen, be­fürch­te ich.

DIE GE­SELL­SCHAFT­LI­CHEN, SO­ZIA­LEN und po­li­ti­schen Fol­gen die­ser glo­ba­len Dau­er­kri­se wer­den je­den­falls enorm sein. Wer je­doch jetzt schon be­haup­tet, sie zu ken­nen, über­schätzt sich. Wir ha­ben uns um die un­mit­tel­ba­ren wirt­schaft­li­chen Fol­gen ge­küm­mert. ma­na­ger-ma­ga­zin-Chef­re­por­ter Diet­mar Stu­dent geht mit­hil­fe von Ex­klu­siv­stu­di­en und ei­nem Re­dak­ti­ons­team der Fra­ge nach, wel­che Bran­chen be­son­ders lei­den wer­den. Es sind de­rer lei­der recht vie­le. „Schock. Schwe­re. Not“, ab hier.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.