NAMEN UND NACHRICHTEN

Zoff ums Geld

ALDI NORD Den Erben von Berthold Albrecht drohen millionenschwere Rückzahlungen.

AUS­GA­BE­FREU­DIG Er­hiel­ten Ba­bet­te Al­brecht und Kin­der rund 250 Mil­lio­nen Euro zu Recht?

In sei­nem Tes­ta­ment hat­te Bert­hold Al­brecht, ei­ner der bei­den Söh­ne des Aldi-Grün­ders Theo Al­brecht, sei­ne Kin­der nicht all­zu üp­pig be­dacht. Nach sei­nem Tod im No­vem­ber 2012 er­hiel­ten die Er­ben mo­nat­lich je­weils 7500 Euro, dazu die Er­stat­tung der Kos­ten für Woh­nung, Auto, Ur­laub und Stu­di­um. Mit Ab­schluss ih­rer Aus­bil­dung, sag­te Bert­hold ei­nem Ver­trau­ten, soll­ten sich die Nach­kom­men selbst ver­sor­gen kön­nen. Un­ter­stüt­zungs­zah­lun­gen hät­ten dann nur noch er­gän­zen­den Cha­rak­ter.

Aus Sicht der fünf Ge­schwis­ter (heu­te um die 30 her­um) war die Apa­na­ge nicht mehr als eine mil­de Gabe, schließ­lich ge­hör­te ihr Va­ter als Mul­ti­mil­li­ar­där zu den reichs­ten Deut­schen. Und so grif­fen sie auf die Kas­se der Ja­ko­bus-Stif­tung zu­rück – dort liegt der Aldi-Nord-An­teil der Bert­hold-Er­ben. Rund 250 Mil­lio­nen Euro ha­ben sich die Kin­der und ihre Mut­ter Ba­bet­te Al­brecht (59) bis­lang aus­schüt­ten las­sen, in­klu­si­ve der zu ent­rich­ten­den Steu­ern.

Über die Fra­ge, ob sich die Fa­mi­lie selbst be­die­nen durf­te, lo­dert seit Jah­ren ein Streit zwi­schen der Sip­pe von Bert­hold und des­sen Bru­der Theo Al­brecht (69). Bert­hold hat­te eine Ände­rung der Ja­ko­bus-Sat­zung ver­an­lasst, nach der nur zwei sei­ner Nach­kom­men im Sit­zungs­vor­stand ver­tre­ten sein soll­ten. Die bei­den an­de­ren Plät­ze sah er für ei­nen Ver­tre­ter aus den Aldi-Füh­rungs­gre­mi­en und ei­nen An­walt vor, der das Un­ter­neh­men be­rät. Die Er­ben und ihr Ad­vo­kat An­dre­as Ur­ban (64) hiel­ten die Neu­fas­sung nicht für rech­tens. Sie woll­ten – wie zu Bert­holds Leb­zei­ten –, dass die Fa­mi­lie die Stif­tung do­mi­niert, und for­mier­ten ei­nen Vor­stand, der aus drei Töch­tern und Ur­ban be­stand.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.