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BBDO Die Ex-Chefs streiten mit der Agentur: Sie fordern den Abgang der neuen CEO.

MÄCH­TI­GE MAN­DA­TE Ma­ri­an­ne Heiß sitzt in drei Auf­sichts­rä­ten

Es war eine In­sze­nie­rung wie aus dem Bil­der­buch. Frank Lot­ze (53), Chef der größ­ten deut­schen Netz­werkagen­tur BBDO, und sein Krea­ti­v­chef Wolf­gang Schnei­der (49) woll­ten „nach zehn er­folg­rei­chen Jah­ren neue Wege ge­hen“; Ma­ri­an­ne Heiß (47), bis dato Fi­nanz­che­fin und stol­ze In­ha­be­rin pres­ti­ge­träch­ti­ger Auf­sichts­rats­man­da­te bei Volks­wa­gen, Audi und der Por­sche-Hol­ding, wer­de „mit ih­rer mit­rei­ßen­den En­er­gie und ih­rer Lei­den­schaft für Krea­ti­vi­tät“ über­neh­men.

Ein gu­tes Jahr spä­ter ist klar: Es war ein Mär­chen. Tat­säch­lich tobt zwi­schen den Be­tei­lig­ten ein Streit, wie ihn selbst die an Emo­tio­na­li­tä­ten rei­che Wer­be­bran­che sel­ten er­lebt. Lot­ze und Schnei­der ha­ben sich dazu mit Udo Klein-Böl­ting (57) ver­bün­det, Min­der­heits­ge­sell­schaf­ter wie sie. Der ehe­ma­li­ge Chef der BBDO-Be­ra­tung Bat­ten & Com­pa­ny und Schnei­der ha­ben am Land­ge­richt Düs­sel­dorf Kla­gen ge­gen Heiß ein­ge­reicht; sie for­dern Ab­be­ru­fung und Aus­künf­te.

Es geht bei der Feh­de, wie so häu­fig, um viel Geld. BBDO hat­te Mit­te 2018 die Call­cen­ter­toch­ter Sell­by­tel an die Web­help-Grup­pe ver­kauft. Sell­by­tel ge­ne­rier­te rund die Hälf­te des Um­sat­zes der deut­schen BBDO von 554 Mil­lio­nen Euro (2017); an­geb­lich zahl­ten die Fran­zo­sen etwa 450 Mil­lio­nen Euro. Rund die Hälf­te da­von in­des sei nach New York an die BBDO-Mut­ter Om­ni­com ge­flos­sen, be­rich­ten In­si­der. Klein-Böl­ting, der gut 2 Pro­zent an BBDO Ger­ma­ny hält, Lot­ze und Schnei­der (je 1 Pro­zent) je­den­falls er­hiel­ten eine ge­rin­ge­re Aus­schüt­tung als von ih­nen er­war­tet.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.