NAMEN UND NACHRICHTEN

Despot und Kaktus

CECONOMY Immer mehr Führungskräfte verlassen freiwillig das Unternehmen.

AUF­STEI­GER Flo­ri­an Gietl soll in die Hol­ding von Me­dia Sa­turn auf­rü­cken

Anfang März er­reich­te ei­ni­ge Groß­ak­tio­nä­re von Ce­cono­my ein bri­san­ter Brief. In dem Schrei­ben wur­de es schnell per­sön­lich: Die An­teils­eig­ner lie­ßen es zu, dass bei Me­dia Markt Sa­turn „Ar­beits­plät­ze in Ge­fahr“ sei­en, hieß es. Ver­ant­wort­lich da­für sei die obers­te Füh­rungs­rie­ge. Me­dia-Sa­turn-Chef Fer­ran Re­ver­ter (47) sei ein ide­en­lo­ser Des­pot, Ce­cono­my-CEO Bern­hard Dütt­mann (60) un­nah­bar wie ein „Kak­tus“, der her­um­ste­he und nichts vom Ge­schäft ver­ste­he.

Un­ter­zeich­net war der Hil­fe­ruf schlicht mit „Me­dia Sa­turn Mit­ar­bei­ter“, und man­cher Auf­sichts­rat hät­te wohl auch un­ter­schrie­ben. Tat­säch­lich steu­ert Ce­cono­my seit dem un­frei­wil­li­gen Ab­gang von CEO Pie­ter Haas (56) und dem vor­ma­li­gen Chef der Toch­ter Me­dia-Sa­turn, Wolf­gang Kirsch (56), im Herbst 2018 fast im Irr­flug durch die Kri­se. Ende März wol­len Dütt­mann und Re­ver­ter mit Mo­na­ten Ver­spä­tung end­lich eine Stra­te­gie lie­fern. Vor all­zu ho­hen Er­war­tun­gen aber war­nen sie be­reits. In den nächs­ten Jah­ren gehe es vor al­lem dar­um, das Er­geb­nis zu hal­ten.

Die all­zu ir­di­sche Ori­en­tie­rung stört zu­neh­mend Ma­na­ger mit Fan­ta­sie. So ver­ab­schie­de­te sich zu­letzt Chief In­no­va­ti­on Of­fi­cer Mar­tin Wild (41). Er soll­te für Neue­run­gen sor­gen und das Ein­kau­fen in den Häu­sern ge­fäl­li­ger ge­stal­ten. Auch der lang­jäh­ri­ge Ein­kaufs­chef Frank Buss­alb (57) wird Me­dia Sa­turn ver­las­sen. Of­fi­zi­ell geht er im Som­mer; sei­nen Schreib­tisch hat er aber be­reits ge­räumt. „Ein ech­tes Schwer­ge­wicht“, lo­ben ihn Kol­le­gen. Sei­nen Job über­nimmt Rem­ko Ri­jn­ders (41).

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