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N26 Die Berliner Digitalbank hat Probleme mit Kriminellen.

„KEI­NE TO­LE­RANZ“ Die N26-Grün­der Va­len­tin Stalf (r.) und Ma­xi­mi­li­an Tay­en­thal

Valen­tin Stalf (34), Co-Grün­der und CEO von N26, be­tont gern, wie ver­trau­ens­wür­dig sei­ne Di­gi­tal­bank ist. Si­cher­heit sei „höchst­mög­lich prio­ri­siert“, sag­te er etwa. Die Be­schwich­ti­gun­gen sind nö­tig, weil das Start-up im­mer wie­der Pro­ble­me mit Be­trü­gern hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr rück­te gar die Fi­nanz­auf­sicht Ba­Fin in Ber­lin zur Prü­fung an und rüg­te N26 öf­fent­lich. Stalf sag­te, dass man „in Si­cher­heits­fra­gen künf­tig den Stan­dard set­zen“ wol­le.

Nun sor­gen neue Be­trugs­fäl­le für Zwei­fel an sei­ner Ernst­haf­tig­keit. Kri­mi­nel­le nut­zen da­bei N26-Kon­ten, um auf Face­book oder Ebay-Klein­an­zei­gen Kon­zert­ti­ckets zu ver­kau­fen, die es wohl gar nicht gibt. Die Ma­sche: Die Be­trü­ger ver­kau­fen die Ti­ckets un­ter fal­scher Iden­ti­tät. Zur Ver­trau­ens­bil­dung tau­schen sie mit ih­ren Op­fern oft zu­nächst ein Sel­fie und Ko­pi­en des Per­so­nal­aus­wei­ses. Die Käu­fer über­wei­sen das Geld. Die Ti­ckets se­hen sie nie. Und gleich­zei­tig sind sie ihre Iden­ti­tät los, mit der die Kri­mi­nel­len neue Op­fer prel­len.

N26 gibt an, „kei­ne To­le­ranz für Be­trug oder Iden­ti­täts­dieb­stahl“ zu ha­ben. Wie vie­le Fäl­le der Ti­cket­ma­sche es bis­lang gab, kann die Bank nicht sa­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.