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GOLDFINGER

PORTRÄT Mit der kleinen österreichischen Firma AMS hat Alexander Everke die viel größere Osram übernommen. Hinter dem Risikodeal steckt auch eine sehr persönliche Geschichte.
Von Angela Maier

EVER­KE, ALEX EVER­KE Die liebs­te Rol­le des Os­ram-Ag­gres­sors ist die des coo­len Agen­ten Ja­mes Bond (Mon­ta­ge). Schon als Kind be­trieb Ever­ke in­ten­siv Kampf­sport.

Alex­an­der Ever­ke (56) emp­fängt nur ein paar Häu­ser­blö­cke von der Os­ram-Zen­tra­le in Mün­chen ent­fernt. Ein Trumm von Mann, groß, brei­te Schul­tern. Er hat sich lan­ge bit­ten las­sen für die­ses Por­trät, und tat­säch­lich ist die Lage An­fang März pre­kär für den Chef der stei­ri­schen Sen­sor­fir­ma AMS. Ever­ke, dun­kel­blau­er An­zug, of­fe­ner Hemd­kra­gen, wei­ßes Ein­steck­tuch, freund­li­cher, aber un­durch­dring­li­cher Blick, gibt sich so cool, wie es eben nur geht in­mit­ten des Sturms, den das Co­ro­na-Vi­rus aus­ge­löst hat. „Schwie­ri­ge Si­tua­tio­nen sind tem­po­rär“, sagt er, „des­halb darf man nicht die Stra­te­gie än­dern, denn sonst wäre sie falsch ge­we­sen.“

Was ja, könn­te man ein­wen­den, ge­le­gent­lich vor­kommt.

Klar ist, die Pan­de­mie ver­dirbt die Ge­schäf­te sei­nes größ­ten Kun­den App­le und trifft zu­gleich die Au­to­kun­den des Licht­kon­zerns Os­ram hart, den Ever­ke ge­ra­de für weit über vier Mil­li­ar­den Euro über­nimmt. Der AMS-Ak­ti­en­kurs hat sich – Stand Mit­te März – in den vor­an­ge­gan­ge­nen vier Wo­chen mehr als hal­biert. Um die ge­plan­ten 1,65 Mil­li­ar­den Euro fri­sches Ka­pi­tal bei den Ak­tio­nä­ren ein­zu­sam­meln, muss AMS die neu­en Pa­pie­re mit Rie­sen­ab­schlag an­bie­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.