UNTERNEHMEN

Endlich König!

DEUTSCHE TELEKOM T-Mobile will mit dem neuen Chef Mike Sievert zum Marktführer aufsteigen. In Bonn träumen sie schon von der nächsten Milliardenfusion.

DREAM-TEAM CEO John Le­ge­re (r.) und sein „Wing­man“ Mike Sie­vert mach­ten aus T-Mo­bi­le ei­nen gro­ßen Er­folg. Ab Mai muss Sie­vert zei­gen, dass er al­lein zu­recht­kommt.

Wer Ende Fe­bru­ar auf Ti­mo­theus Hött­ges (57) traf, er­leb­te ei­nen Mann im Hö­hen­flug. Der von ihm aus­ge­han­del­te Zu­sam­men­schluss der US-Toch­ter T-Mo­bi­le mit dem Kon­kur­ren­ten Sprint sei „et­was Be­son­de­res, ein Deal fürs Lehr­buch und eine gran­dio­se Chan­ce für die Te­le­kom“, so der Vor­stands­chef. In Bonn heißt es, der Chef – hoch­ge­wach­sen und durch­trai­niert – kön­ne „vor lau­ter Kraft kaum lau­fen“.

Hött­ges schwebt so weit oben, weil er mit dem T-Mo­bi­le-Deal schon ein­mal ganz un­ten war. Im No­vem­ber 2017 hat­te das Füh­rungs­team der Te­le­kom nach ei­ner lan­gen Sit­zung be­schlos­sen, das Ge­schäft ab­zu­bla­sen. Mo­na­te­lang hat­te man ver­han­delt, doch die Kon­di­tio­nen wa­ren zu schlecht, das Ri­si­ko zu hoch.

Ma­sayo­shi Son (62), des­sen Kon­zern Soft­Bank die Mehr­heit von Sprint be­sitzt, hielt sein Un­ter­neh­men für wert­vol­ler, als es war. „Ihr wollt mich hei­ra­ten, aber sagt, dass ich häss­lich sei“, soll Son ge­sagt ha­ben. Er hob gern das Funk­spek­trum her­vor, eine der wich­tigs­ten Res­sour­cen der Zunft, das Sprint sich ge­si­chert hat­te. Das Un­ter­neh­men selbst al­ler­dings fiel wei­ter zu­rück und lei­det im­mer noch un­ter ho­hen Schul­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.