KOLUMNE

Friedrich der Große?

Der Mittelstand hätte gern Friedrich Merz als Kanzler. Doch dabei unterliegen Unternehmer einer Täuschung.
Von Klaus Schweinsberg

Dürf­te der deut­sche Mit­tel­stand im Al­lein­gang den nächs­ten Bun­des­kanz­ler be­stim­men, so hie­ße er wohl Fried­rich Merz. Ich habe noch kei­nen Auf­tritt von Merz im Krei­se von Un­ter­neh­mern er­lebt, der nicht da­mit ge­en­det hät­te, dass ihm zu­ge­ru­fen wur­de: „Sie sind un­ser Mann, Sie müs­sen ran.“ Der ehe­ma­li­ge Frak­ti­ons­chef von CDU/​CSU re­prä­sen­tiert ge­nau das, wo­für die klei­ne­ren und mitt­le­ren Fir­men in Deutsch­land ste­hen – zu­min­dest glau­ben das vie­le Un­ter­neh­mens­chefs.

Bei Lich­te be­se­hen er­gibt sich aber ein an­de­res Bild. Der Wirt­schafts­an­walt ver­kör­pert we­nig von dem, was ei­nen Mit­tel­ständ­ler aus­macht. Voll­blut­un­ter­neh­mer ha­ben ei­nen un­bän­di­gen Auf­bau­wil­len, eine hohe Ad­ap­ti­ons­fä­hig­keit und enor­me Aus­dau­er. Fried­rich Merz ver­fügt nur ein­ge­schränkt über die­se drei Ei­gen­schaf­ten.


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