MAGISCHES VIERECK

Wofür Konservative gut sind

Mit dem Niedergang staatstragender Parteien weltweit fehlt ein stabilisierender Faktor.
Von Henrik Müller

Kon­ser­va­ti­ve hat­ten lan­ge Zeit eine Art Dau­er­abon­ne­ment aufs Re­gie­ren. Seit Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik führ­te die CDU in mehr als zwei Drit­teln der Jah­re das Kanz­ler­amt. Ähn­lich stark wa­ren kon­ser­va­ti­ve Par­tei­en auch in Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en (sie­he Gra­fik). Jahr­zehn­te­lang war der Kon­ser­va­tis­mus die be­stim­men­de po­li­ti­sche Strö­mung Eu­ro­pas. Aber die­se Ära geht zu Ende. Und das ist hoch­pro­ble­ma­tisch.

Einst staats­tra­gen­de Par­tei­en ver­schwin­den in der Be­deu­tungs­lo­sig­keit. In Frank­reich sind die Gaul­lis­ten ge­ra­de­zu im­plo­diert, eben­so die Par­ti­do Po­pu­lar in Spa­ni­en. In den USA und in Groß­bri­tan­ni­en ha­ben sich Re­pu­bli­ka­ner und To­ries un­ter Do­nald Trump und Bo­ris John­son in rechts­po­pu­lis­ti­sche Be­we­gun­gen ver­wan­delt. In Deutsch­land kommt die Uni­on in Um­fra­gen noch auf Zu­stim­mungs­wer­te von ei­nem Vier­tel. Lach­haft für eine Par­tei, die 40-Pro­zent-plus-x-Er­geb­nis­se ge­wohnt war. Dass die So­zi­al­de­mo­kra­ten noch schlech­ter da­ste­hen, ver­ne­belt le­dig­lich die Dra­ma­tik des Nie­der­gangs.


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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.