LEBEN

DAS COMEBACK DER KOMMUNE

KREATIVITÄT Wie kommt man auf die richtigen Ideen? Wie lebt man glücklicher? Ein paar erfolgreiche Jungunternehmer versammeln einfach einen Hofstaat um sich herum.

MIT OF­FE­NEN KAR­TEN Ex-Po­ker­wun­der­kind Fe­dor Holz ar­bei­tet in sei­nem Wie­ner Pent­house an sei­ner Idee von der Zu­kunft

Von den trüb­sin­ni­gen Zei­ten ist in Fe­dor Hol­z' (26) Pent­house über den Dä­chern von Wien nichts mehr zu spü­ren. Auf ei­nem So­ckel thro­nen Po­ka­le, die ge­rahm­te „For­bes“-30-Un­der-30-Aus­zeich­nung steht auf dem Schreib­tisch, dar­über der mit Mar­ker ge­schrie­be­ne Im­pe­ra­tiv an sich selbst: „Le­t's do it NOW.“ In der aus­la­den­den Wohn­kü­che hängt ein über­di­men­sio­nier­tes schwarz-weiß-gol­de­nes Uni­kat der New Yor­ker Sky­line, kre­iert vom Stutt­gar­ter Kunst-Shoo­ting­star Tim Ben­gel (27; ge­schätz­ter Preis: 60.000 Euro).

Holz, ge­klei­det in ein un­spek­ta­ku­lä­res Hemd­chen, setzt sich auf die lan­ge Sitz­bank dar­un­ter. Er blickt auf sei­nen Bal­kon, eine Trep­pe führt auf die Dach­ter­ras­se. Dies ist der Ort, von dem aus Fe­dor Holz sein Le­ben neu star­tet.

Der Mann aus Saar­brü­cken, der in Wien lebt, wo kei­ne Steu­ern auf Glücks­spiel­ge­win­ne an­fal­len, war lan­ge ei­ner der bes­ten Po­ker­spie­ler der Welt, rund 40 Mil­lio­nen US-Dol­lar hat er in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren ge­won­nen. Aber: „Wenn ich auf mich selbst ge­hört hät­te, hät­te ich wohl deut­lich frü­her auf­ge­hört zu spie­len. Dann wäre ich we­ni­ger er­folg­reich, aber si­cher glück­li­cher ge­we­sen.“ Ir­gend­wann im Som­mer 2016 fing er an, sich zu fra­gen, „wor­auf ich wirk­lich Bock habe“, was er als Nächs­tes ma­chen wol­le und was sich gut an­füh­le. „Und Po­ker kam da nur ganz we­nig vor.“ Er ver­such­te sich im Op­ti­ons­han­del, lang­weil­te sich als Start-up-In­ves­tor, und auch die Ent­wick­lung sei­ner Me­di­ta­ti­ons-Coa­ching-App war ir­gend­wann ab­ge­schlos­sen.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2020.