NAMEN UND NACHRICHTEN

Opfer der Treibjagd

ADIDAS Vorstandschef Rorsted will die Staatshilfe rasch abstreifen. Sonst muss er womöglich noch um seinen Job bangen.

SCHAT­TEN­WURF Mit sei­nem Ma­nage­ment­stil stößt Adi­das-Chef Kas­per Ror­sted in der Co­ro­na-Kri­se an Gren­zen

Eines war Adi­das-ChefKas­per Ror­sted (58) in sei­ner Vi­deo­bot­schaft Mit­te April be­son­ders wich­tig: Der Staat wer­de „in kei­ner Wei­se An­teils­eig­ner“ von Adi­das. Doch Ror­sted konn­te sei­ne Nie­der­la­ge nicht be­schö­ni­gen. Er muss­te sei­nen Leu­ten beich­ten, dass der seit Jah­ren boo­men­de Sport­ar­tik­ler, Lieb­ling der Ak­tio­nä­re, we­gen der Co­ro­na-Kri­se den Staat an­pumpt – und das auch noch als ers­ter Dax-Kon­zern.

Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) ge­währt Adi­das ei­nen Kre­dit­rah­men von 2,4 Mil­li­ar­den Euro, die Haus­ban­ken le­gen 600 Mil­lio­nen Euro oben­drauf. So­gar die von ihm so ge­lieb­te Di­vi­den­de muss­te Ror­sted dar­auf­hin für 2019 strei­chen.

Es ist eine Schmach. Aus­ge­rech­net der In­ves­to­ren­ver­ste­her Ror­sted hängt am Tropf des Staa­tes. Grund da­für ist auch, dass Adi­das, an­ders als die meis­ten Kon­zer­ne, kein Ra­ting ei­ner gro­ßen Agen­tur vor­zu­wei­sen hat. Fi­nanz­vor­stand Harm Ohl­mey­er (52), in­tern als schnei­di­ger Spar­fuchs auf­tre­tend, hielt das nicht für nö­tig; Ror­sted ließ ihn ge­wäh­ren. Erst jetzt will Adi­das das schnell än­dern und die KfW-Krü­cke mit ei­ner An­lei­he ab­lö­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.