NAMEN UND NACHRICHTEN

„Groteske Gier“

HENKEL Zoff um ungleiche Bonussysteme.

STOT­TER­START Vor­mann Cars­ten Kno­bel

Cars­ten Kno­bel (51), seit Ja­nu­ar Chef von Hen­kel, hat­te kei­nen leich­ten Start. Sein ers­ter kon­zep­tio­nel­ler Auf­schlag kam an der Bör­se nicht gut an. Sei­nen Leu­ten man­gelt es nach quä­len­den Jah­ren un­ter Vor­gän­ger Hans Van By­len (58) an Elan. Und nun hat der lang­jäh­ri­ge Fi­nanz­chef auch noch Füh­rungs­kräf­te des Per­sil-Kon­zerns ge­gen sich auf­ge­bracht. In den Rei­hen von Hen­kels Top 500 em­pört man sich über eine „gro­tes­ke Gier“ des Vor­stands.

Ende Fe­bru­ar hat­te der Kon­zern­vor­stand den Top­leu­ten per Mail mit­ge­teilt, Hen­kel habe 2019 das Mi­ni­mal­ziel bei Um­satz und Ge­winn pro Ak­tie ver­fehlt. Das Füh­rungs­per­so­nal ver­liert da­durch ein knap­pes Drit­tel der Tan­tie­me. Geld gibt es nur für Team­leis­tun­gen, be­lohnt wird etwa die Ein­hal­tung des Bud­gets ein­zel­ner Ab­tei­lun­gen. Die Vor­stands­rie­ge in­des kam deut­lich bes­ser da­von. Kno­bel & Co. kas­sie­ren trotz Grup­pen­ziel­ver­feh­lung beim Um­satz­kri­te­ri­um die Hälf­te und beim Ge­winn­kri­te­ri­um knapp 80 Pro­zent der Ziel­tan­tie­me.

Bei ei­nem vir­tu­el­len Gip­fel­tref­fen der Hen­ke­lia­ner Mit­te März kam Kno­bel nicht um­hin, die Un­gleich­be­hand­lung auf­zu­grei­fen ("Le­t's talk about the ele­phant in the room"). Dann ließ er Per­so­nal­vor­stän­din Syl­vie Ni­col (47) die bei­den Ver­gü­tungs­sys­te­me er­klä­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.