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Austrags­häusl

SIEMENS Wie Vorstandschef Joe Kaeser taktierte, um im Energiegeschäft freie Bahn zu haben.

SIEG IN DER NIE­DER­LA­GE Joe Ka­e­ser kann nun bei En­er­gy schal­ten und wal­ten

Alles be­gann mit ei­ner Nie­der­la­ge. Über den ver­gan­ge­nen Som­mer reif­te bei meh­re­ren Sie­mens-Auf­sichts­rä­ten die Ein­sicht, dass ChefJoe Ka­e­ser (62) nicht mehr ihr Mann der Zu­kunft sei. Sein Stra­te­gie­pro­gramm „Vi­si­on2020+“ hat­te an der Bör­se nicht ge­zün­det und in­tern Frust er­zeugt, auch die Ego­tou­ren des Chefs sorg­ten für Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen. Ro­land Busch (55) wur­de zum Stell­ver­tre­ter und Kron­prin­zen er­nannt, Mi­cha­el Sen (51) zum Chef der ab­zu­spal­ten­den En­er­gie­spar­te.

Ka­e­ser muss­te be­fürch­ten, spä­tes­tens mit Ende sei­nes Ver­trags im Fe­bru­ar 2021 von der Bild­flä­che zu ver­schwin­den. Nun, ein hal­bes Jahr spä­ter, ist Sen raus, und mit ihm En­er­gy-Fi­nanz­chef Klaus Patz­ak (54). Ka­e­ser muss zwar spä­tes­tens An­fang 2021 sei­nen CEO-Pos­ten an Busch ab­ge­ben, doch der Nie­der­bay­er hat in Form der Sie­mens En­er­gy ein kom­mo­des Aus­trags­häusl ge­fun­den. Ka­e­ser wird dort Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der.

Nach­dem sich die Ar­beit­neh­mer erst ge­gen ihn ge­wehrt hat­ten, über­re­de­te er sie in Ein­zel­ge­sprä­chen. Sein Ver­spre­chen: Er wer­de ko­ope­ra­tiv agie­ren und eine Kul­tur des en­gen Dia­logs pfle­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.