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Der Kahlschlag

GALERIA KARSTADT KAUFHOF René Benko nutzt das Schutzschirmverfahren, um radikal zu sanieren.

SCHUTZ­WES­TE René Ben­ko kann nun sa­nie­ren

Wenn Die­ter Berninghaus (55) über die ver­gan­ge­nen Wo­chen bei Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof spricht, dann lan­det er stets an der „Wand“. So nennt die rech­te Hand von Mul­ti-In­ves­tor und Ga­le­ria-Ei­gen­tü­mer René Ben­ko (42) die Com­merz­bank.

Das Haus­in­sti­tut sei mit­ver­ant­wort­lich da­für, dass Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof sich nun un­ter dem Schutz­schirm be­fin­de, ei­nem Ver­fah­ren des deut­schen In­sol­venz­rechts. Zu bü­ro­kra­tisch sei das Geld­haus, auf zu vie­le Si­cher­hei­ten be­dacht. Die Com­merz­bank soll­te für ei­nen Kre­dit der För­der­bank KfW mit­bür­gen; man konn­te sich aber nicht oder je­den­falls nicht schnell ge­nug ei­ni­gen.

Mag sein, dass Berninghaus und Ben­ko mit ih­rer Kri­tik recht ha­ben. Rich­tig ist aber auch, dass ih­nen das statt­des­sen ge­wähl­te Schutz­schirm­ver­fah­ren un­ge­ahn­te Mög­lich­kei­ten er­öff­net, die schwer an­ge­schla­ge­ne Kauf­haus­grup­pe zu sa­nie­ren. So wird es zum Bei­spiel mög­lich, lang­fris­ti­ge Miet­ver­trä­ge frü­her zu kün­di­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.