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Das Jein-Werk

VOLKSWAGEN Neue Zweifel an Fabrik in der Türkei.

WAS JETZT? VW-Chef Her­bert Diess wird ge­warnt

Das Werk in der Tür­kei? Volks­wa­gen-Chef Her­bert Diess (61) war aus­nahms­wei­se un­schlüs­sig, als er am Abend des 17. März zum Top­ma­nage­ment sprach. Das Mo­dell Pas­sat kön­ne künf­tig we­der in Em­den noch im tsche­chi­schen Kva­si­ny ge­baut wer­den, zi­tie­ren Teil­neh­mer den Boss. Also brau­che VW die neue Fa­brik. An­de­rer­seits: Auch Un­garn kom­me in­fra­ge; die An­bin­dung an das Mo­to­ren­werk in Györ bie­te Vor­tei­le. „Wir müs­sen uns ent­schei­den“, habe Diess ge­sagt, ein­mal von „ein paar Wo­chen“ ge­re­det, ein­mal von Mo­na­ten.

Seit gut ei­nem Jahr dis­ku­tiert die Kon­zern­spit­ze über das Pro­jekt, rund 300.000 Au­tos pro Jahr sol­len ge­fer­tigt wer­den. Škoda-Chef Bern­hard Mai­er (60) woll­te in der Slo­wa­kei oder Bul­ga­ri­en bau­en, die Ar­beit­neh­mer plä­dier­ten da­für, ein Mo­to­ren­werk um­zu­funk­tio­nie­ren. Als Diess im Sep­tem­ber 2019 für die Tür­kei ent­schied, ließ Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­doğan (66) kurz dar­auf Sol­da­ten in Nord­sy­ri­en ein­mar­schie­ren. Das Pro­jekt wur­de einst­wei­len ge­stoppt.

Soll­te Diess die Sa­che wie­der be­schleu­ni­gen, könn­te er ge­gen die Wand fah­ren. Im Auf­sichts­rat wird an un­ter­schied­li­chen Stel­len ge­fragt, ob VW das Werk über­haupt be­nö­tigt. Volks­wa­gen habe Über­ka­pa­zi­tä­ten in Eu­ro­pa; nach Co­ro­na müss­ten alle Groß­pro­jek­te ge­nau ge­prüft wer­den. Und die Tür­kei sei öf­fent­lich wei­ter kaum ver­mit­tel­bar.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.