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Berliner Aktivisten

COMMERZBANK Die Bundesregierung verliert langsam die Geduld mit Vorstandschef Martin Zielke.

SPAR­KOM­MIS­SA­RIN Seit März führt Bet­ti­na Or­lopp das Fi­nanz­res­sort

Es ist knapp zwei Mo­na­te her, das Co­ro­na­vi­rus war ge­ra­de erst nach Deutsch­land vor­ge­drun­gen, die Un­ter­neh­men rie­fen noch nicht nach Staats­hil­fe; da er­leb­ten zwei Ban­ker, dass Hil­fe von der Re­gie­rung auch ganz schön weh­tun kann. Com­merz­bank-Chef Mar­tin Ziel­ke (57) und Fi­nanz­vor­stän­din Bet­ti­na Or­lopp (49) muss­ten nach Ber­lin, zu ih­rem mit 15 Pro­zent der An­tei­le größ­ten Ak­tio­när. Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (61) und sein Staats­se­kre­tär Jörg Ku­kies (52) hat­ten ge­la­den, um eine un­miss­ver­ständ­li­che Bot­schaft los­zu­wer­den: die Un­zu­frie­den­heit mit der Leis­tung ih­rer An­ge­stell­ten.

Die Vor­stän­de wur­den mit hef­ti­gen Zah­len kon­fron­tiert. Vom Bund be­auf­trag­te Be­ra­ter aus dem Hau­se BCG hat­ten er­rech­net, dass die Bank ihre Kos­ten viel stär­ker sen­ken könn­te als ge­plant. Das Dop­pel­te, gar das Drei­fa­che sei drin.

Die Kri­tik trifft vor al­lem Ziel­ke. Er hat­te im Sep­tem­ber 2019 der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt, was wohl nur er für eine neue Stra­te­gie hielt: Die Aus­ga­ben soll­ten bis 2023 um 600 Mil­lio­nen Euro und da­mit 9 Pro­zent sin­ken, die Ren­di­te auf gut 4 Pro­zent stei­gen. Die Am­bi­ti­ons­ar­mut war der­art er­schüt­ternd, dass so­gar Bank­auf­se­hern angst und ban­ge wur­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.