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Lex Miele

START-UPS Wie die Investorenszene einen Rettungsschirm bastelte, der sie vor allem selbst schützt.

HAP­PY IN­VES­TOR Fonds-Part­ner Chris­ti­an Mie­le

Die Bun­des­re­gie­rung?Chris­ti­an Mie­le (32), Start-up-In­ves­tor und Vor­sit­zen­der des Bun­des­ver­bands Deut­sche Start-ups, ge­rät ins Schwär­men. Staats­se­kre­tär Jörg Ku­kies (52; SPD), frü­her Co-Deutsch­land-Chef von Gold­man Sachs, und der Di­gi­tal­be­auf­trag­te Tho­mas Jar­zom­bek (46; CDU) hät­ten „wirk­lich ei­nen un­glaub­li­chen Job“ ge­macht; auch Wirt­schafts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er (61; CDU) at­tes­tiert er geis­ti­ge Fle­xi­bi­li­tät: „toll!“

Mie­le hat al­len Grund zur Freu­de. Für ihn und sei­nes­glei­chen soll es Staats­geld reg­nen. Zwei Mil­li­ar­den Euro sol­len zu­nächst für be­droh­te Start-ups be­reit­ste­hen. Am Ende könn­te der Ret­tungs­schirm gar so lu­kra­tiv für Ri­si­ko­in­ves­to­ren aus­fal­len, dass es man­chem in der Sze­ne fast pein­lich ist.

Chris­ti­an Mie­le, des­sen On­kel Mar­kus (51) den gleich­na­mi­gen Haus­ge­rä­te­her­stel­ler führt, hat gan­ze Ar­beit ge­leis­tet. Ge­mein­sam mit an­de­ren In­ves­to­ren wie Lake­star-Grün­der Klaus Hom­mels (53) be­ar­bei­te­te er in den ver­gan­ge­nen Wo­chen Ab­ge­ord­ne­te, Staats­mi­nis­ter und Ver­tre­ter der För­der­bank KfW. Und tat­säch­lich prä­sen­tier­te die Re­gie­rung An­fang April eine Vor­la­ge, die wich­ti­ge For­de­run­gen des Ver­bands fast eins zu eins über­nahm. Noch sind zwar meh­re­re Punk­te of­fen, aber Alt­mai­er se­hen die Ein­flüs­te­rer be­reits wie eine Wand hin­ter sich. Ein­zig Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (61; SPD) soll noch zö­gern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.