DIE ÖKONOMIE DES ...

freien Falls

Wie schlimm wird diese Krise? Vergleiche mit früheren Schocks sind naheliegend – führen aber in die Irre.  
Von Christian Schütte

Das ge­mein­sa­me Gut­ach­ten der Kon­junk­tur­in­sti­tu­te war ge­ra­de erst ver­öf­fent­licht, da leg­te Mar­cel Fratz­scher (49) ein Solo nach. Die Pro­gno­se, so twit­ter­te der Chef des Ber­li­ner DIW, hal­te er für „viel zu op­ti­mis­tisch“, das DIW habe ein Min­der­heits­vo­tum ab­ge­ge­ben. Ga­bri­el Fel­ber­mayr (43), Chef des IfW in Kiel, kon­ter­te harsch: „Lie­ber @MFratz­scher, so kannst Du das nicht spie­len.“ Das DIW habe die­se Pro­gno­se selbst mit­ver­fasst. Das Min­der­heits­vo­tum be­tref­fe aus­schließ­lich die Wirt­schafts­po­li­tik: „Hast Du's ge­le­sen?“

Fratz­scher kor­ri­gier­te sich ("miss­ver­ständ­lich"), der vor-ös­ter­li­che Öko­no­men­frie­den war ge­ret­tet. Doch der Zwist zeigt, wie schmal die Ba­sis al­ler Vor­her­sa­gen der­zeit ist.

Die In­sti­tu­te wie auch die „Wei­sen“ des Sach­ver­stän­di­gen­rats pro­gnos­ti­zie­ren, dass die Re­zes­si­on 2020 nicht ganz so schlimm wird wie der bis­her tiefs­te Sturz der Nach­kriegs­zeit, die Welt­fi­nanz­kri­se 2009. Der Ver­gleich hilft aber kaum, denn die Co­ro­na-Kri­se ist in je­der Hin­sicht ein­zig­ar­tig. Ihre Trei­ber lie­gen au­ßer­halb der Öko­no­mie: Die Po­li­tik er­zwingt den Lock­down – mit gu­tem Grund, aber bra­chi­al. Al­les hängt da­von ab, wann und wie er en­det.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.