BRAND­ZEI­CHEN Rie­si­gen Korn­krei­sen gleich (Fo­to­mon­ta­ge), brei­tet sich Bay­er auf den An­bau­flä­chen aus. Die Kom­bi­na­ti­on aus gen­ver­än­der­tem Saat­gut, Pflan­zen­schutz­che­mi­ka­li­en und di­gi­ta­len Ge­schäfts­mo­del­len soll dem Kon­zern ei­nen Vor­sprung vor der Kon­kur­renz ver­schaf­fen.

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FETT IM KORNFELD

BAYER Mit dem Glyphosat-Vergleich räumt Konzernchef Werner Baumann gerade eine Altlast ab. Danach werden die Leverkusener den Agrarmarkt dominieren. Doch der Preis für den Monsanto-Kauf ist hoch: Die Pharmasparte droht den Anschluss zu verlieren.

Ein schmuck­lo­ser Kon­fe­renz­saal in ei­nem grau­en Ho­tel­ku­bus in Ber­lin-Tier­gar­ten. Über dem Ein­gang der Vier-Ster­ne-Her­ber­ge steht „Pestana“. So hei­ßen nor­ma­ler­wei­se In­sek­ten­kil­ler. Und an eine töd­li­che Seu­che er­in­nert es auch. Es wirkt des­halb wie ein Akt un­frei­wil­li­ger Iro­nie, dass Bay­er-Chef Wer­ner Bau­mann (57) sei­ne 70 welt­weit wich­tigs­ten Füh­rungs­kräf­te Ende Ja­nu­ar hier­her be­stellt hat.

We­ni­ge Tage zu­vor ist das chi­ne­si­sche Neu­jahrs­fest zu Ende ge­gan­gen. In Wu­han und in der Pro­vinz Hub­ei ha­ben sie Fa­bri­ken und Bü­ro­kom­ple­xe erst gar nicht wie­der auf­ge­sperrt. Der Kampf ge­gen die Pan­de­mie hat be­gon­nen. In Ber­lin ist Co­vid-19 aber noch kaum mehr als eine weit ent­fern­te Dro­hung.

Dun­kel­brau­ne Holz­pa­nee­le im Rü­cken, hell­blau­en Tep­pich­bo­den vor sich, steht Bau­mann da und war­tet auf Fra­gen. Er hat kei­ne Fo­li­en mit­ge­bracht, kein Ma­nu­skript, kein Han­dout, nur ein paar Stich­wor­te no­tiert. Er trägt ein Head­set und hält ei­nen klei­nen Sta­pel Kar­tei­kar­ten in der Hand. Sein Stra­te­gie­chef Oli­ver Kohl­haas (46) mo­de­riert, hat in den Mi­nu­ten zu­vor ein­ge­sam­melt, was die wich­tigs­ten Bay­er-Ma­na­ger von ih­rem Chef wis­sen wol­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.