UNTERNEHMEN

„Extreme Effizienz macht verletzlich“

DM-DROGERIEMÄRKTE Gründersohn Christoph Werner über Lehren aus den Versorgungsengpässen, Boni für seine Mitarbeiter und die Frage, ob er ein Krisengewinner ist.

STI­LIST Der har­sche Um­gang man­cher Kun­den mit sei­nen Mit­ar­bei­tern nervt dm-Chef Chris­toph Wer­ner. „Vie­le Men­schen ha­ben sich un­mög­lich ver­hal­ten.“

Chris­toph Wer­ner (47) hat im Herbst die Füh­rung von Deutsch­lands größ­tem Dro­ge­rie­händ­ler dm über­nom­men, ge­grün­det von sei­nem Va­ter Götz (76). Kaum ein hal­bes Jahr spä­ter schläft Wer­ner kaum noch und schaut je­den Mor­gen zu­erst auf die Zah­len. Die Um­sät­ze schwan­ken bru­tal. Der ver­meint­li­che Kri­sen­ge­win­ner ist ner­vös – und schließt selbst ei­nen An­trag auf Staats­hil­fe nicht aus.

MM Herr Wer­ner, Ihre Ge­schäf­te sind voll, wäh­rend vie­le Un­ter­neh­men um ihre Exis­tenz kämp­fen. Sind Sie ein Kri­sen­ge­win­ner?

CHRIS­TOPH WER­NER Gibt es der­zeit wirk­lich Kri­sen­ge­win­ner? Un­se­re Mit­ar­bei­ter sind je­den Tag für un­se­re Kun­den da, um da­bei zu hel­fen, die Ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung si­cher­zu­stel­len, ob­wohl die Re­gie­rung emp­fiehlt, den Kon­takt mit an­de­ren Men­schen mög­lichst zu mei­den. Und wenn sie Kun­den an­ge­sichts zeit­wei­ser Lie­fer­eng­päs­se bit­ten, nur haus­halts­üb­li­che Men­gen ein­zu­kau­fen, wer­den sie teil­wei­se auch noch hef­tig an­ge­fein­det. Sind un­se­re Mit­ar­bei­ter da­mit nun Ge­win­ner oder Ver­lie­rer?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.