VORWÄRTS IMMER!

Digitali­sierung, nüchtern betrachtet

Die Corona-Krise lehrt uns: Wir haben alle Tools für die neue Zeit. Daraus lässt sich etwas machen.
Von Christoph Bornschein

Es ging wirk­lich schnell. Schon nach ei­ner Wo­che hat­te ich ge­nug vom klei­nen Bild von mir da am un­te­ren rech­ten Bild­schirm­rand. Der Vi­deo­kon­fe­renz­bild­schirm spie­gel­te die wei­ße Wand und die hell­brau­nen Dach­bal­ken hin­ter mir – und ich konn­te sie ein­fach nicht mehr se­hen. Noch we­ni­ger aber hielt ich die Flut an Rat­ge­bern aus, die mein Ho­me­of­fice noch pro­duk­ti­ver, mei­ne Mee­tings noch ef­fi­zi­en­ter, mei­ne Work­shops noch vir­tu­el­ler ma­chen woll­ten.

„YOU'­RE NOT WORKING FROM HOME. You'­re at home du­ring a cri­sis, try­ing to work“, traf ein viel­fach ver­brei­te­ter und ex­zel­lent ska­lie­ren­der Twit­ter-Sinn­spruch mei­ne Ir­ri­ta­ti­on: Ja, wir be­fin­den uns in der per­fek­ten Zeit für di­gi­ta­le Tools. New-Work-Prin­zi­pi­en, Te­le­ar­beit, de­zen­tra­le Ar­beits- und Ver­triebs­mo­del­le, E-Com­mer­ce und di­gi­ta­le User-Jour­ney, Au­to­ma­ti­sie­rung und Pro­zess­op­ti­mie­rung durch Ad­van­ced Ana­ly­tics, kon­takt­lo­ses Zah­len und ge­ne­ra­ti­ons­über­grei­fen­de di­gi­ta­le Bil­dung – all die­se The­men sind bren­nend ak­tu­ell ge­wor­den. Ja, ich be­grü­ße die­se Ent­wick­lung. Fei­ern muss ich sie nicht.

In An­be­tracht der Tat­sa­che, dass wir uns zu­min­dest bei Re­dak­ti­ons­schluss noch im­mer in ei­ner glo­ba­len Kri­se mit dra­ma­ti­schen Fol­gen auf wirt­schaft­li­cher und sehr per­sön­li­cher Ebe­ne be­fin­den, kann ich all das auch ein­fach hin­neh­men. „Es ist, was es ist“, sagt die Kri­se.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.