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VOM STURM VERWEHT

AIRBUS Konzernchef Guillaume Faury müht sich tapfer um Zuversicht. Tatsächlich fällt der erfolgsverwöhnte Flugzeugbauer dieser Tage aus allen Wolken.

GROUN­DED Air­bus-Chef Guil­lau­me Fau­ry – in der Bild­mit­te bei ei­nem Event für das neue Mo­dell A220 – war ans Fei­ern ge­wöhnt. Jetzt muss der Fran­zo­se auf Ret­ten und Schrump­fen um­schal­ten.

Die Feu­er­werks­fa­brik brennt lich­ter­loh, Sal­ven von Ra­ke­ten stei­gen auf. Doch vor dem Tor steht un­ge­rührt ein Po­li­zist, der die Gaf­fer ver­scheu­chen will: „Ge­hen Sie wei­ter, es gibt hier nichts zu se­hen!“

Eine Film­sze­ne aus dem Klas­si­ker „Die nack­te Ka­no­ne“ – und un­be­ab­sich­tigt ein Vor­bild für den Auf­tritt, den Guil­lau­me Fau­ry (52) am 23. März hin­leg­te. An je­nem Mon­tag – das Co­ro­na­vi­rus wü­te­te schon mit vol­ler Wucht – wand­te sich der Air­bus-Chef te­le­fo­nisch an Ana­lys­ten in al­ler Welt. Er spar­te nicht mit Em­pa­thie ("Ich hof­fe, dass es Ih­nen und Ih­ren Fa­mi­li­en gut geht"). Er nann­te auch sei­ne So­fort­maß­nah­men: Di­vi­den­de weg, Pro­gno­se weg, Kre­dit­li­nie um 15 Mil­li­ar­den Euro er­wei­tert. Vor al­lem aber be­schwor er, dass es wei­ter­ge­hen muss und wird. In Chi­na ar­bei­te das Air­bus-Werk längst wie­der, in Frank­reich gehe die Pro­duk­ti­on nach kur­zer Pau­se an die­sem Mor­gen wei­ter. Fast schon Busi­ness as usu­al. Mit­ten in der epo­cha­len Kri­se.

Bei­na­he wäre der Ma­na­ger da­mit durch­ge­kom­men. Erst kurz vor Schluss wag­te ein Ana­lyst Wi­der­spruch. Air­bus, warn­te der, ste­he vor ei­nem dras­ti­schen Ein­bruch. Fau­ry re­agier­te pi­kiert: „Sie ma­len al­les ein biss­chen schwarz und weiß“, ta­del­te er den Kri­ti­ker.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.