UNTERNEHMEN

Hier kommt Ralph

PORTRÄT Ralph Hamers hat die niederländische Bank ING radikal umgebaut. Nun soll er die feine Schweizer UBS aufmischen. Das sollte gelingen. Der Mann lässt ungern einen Stein auf dem anderen.
Von Katharina Slodczyk

ALLE WOL­LEN RALPH Mit 46 Jah­ren ist Ha­mers 2013 zum Chef der ING ge­kürt wor­den – der jüngs­te CEO in der Ge­schich­te der Bank. Ab No­vem­ber steht er an der Spit­ze der UBS.

Der Mann ist ei­ner der er­folg­reichs­ten Ban­ker Eu­ro­pas – und manch­mal auf­fal­lend be­triebs­blind. Im Mai 2013 trifft sich Ralph Ha­mers (53), da­mals kurz vor sei­nem An­tritt als Chef der nie­der­län­di­schen ING, mit Start-up-Un­ter­neh­mern und In­ves­to­ren im Si­li­con Val­ley. Er will wis­sen, wie Di­gi­ta­li­sie­rung rich­tig geht – „da­mit sie nicht zum Selbst­zweck wird, son­dern ech­ten prak­ti­schen Nut­zen für Kun­den hat“.

Die Fra­ge stellt er Grün­dern und Geld­ge­bern bei ei­nem Abend­es­sen in Palo Alto. „Die guck­ten mich alle er­staunt an und sag­ten nur: 'Ge­nau das woll­ten wir von dir er­fah­ren.'“ Schließ­lich habe die ING er­folg­rei­che Di­rekt­ban­ken – un­ter an­de­rem in Deutsch­land. Er müs­se doch viel bes­ser er­klä­ren kön­nen, wie Di­gi­ta­li­sie­rung Sinn er­ge­be.

Im Nach­hin­ein, so er­zählt Ha­mers Jah­re spä­ter, war es die­ses Ge­spräch im Si­li­con Val­ley, das ihm eine zen­tra­le Er­kennt­nis für sei­ne künf­ti­ge Stra­te­gie lie­fern soll­te.

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