EDITORIAL

Tempo, Tempo, Tempo

MAR­TIN NOÉ Chef­re­dak­teur

KANN JE­MAND, DER SEIN KIND X Æ A-12 NENNT und die Aus­gangs­sper­ren we­gen Co­ro­na „fa­schis­tisch“, der die Wei­sun­gen von Be­hör­den wie der ame­ri­ka­ni­schen Bör­sen­auf­sicht SEC oder des Staa­tes Ka­li­for­ni­en igno­riert, kann so ei­ner ge­win­nen? In der bra­ven bran­den­bur­gi­schen Lan­des­re­gie­rung aus SPD, CDU und Grü­nen hofft man das sehr. Seit Elon Musk (48) ent­schie­den hat, in Grün­hei­de ein Tes­la-Werk an­zu­sie­deln, ver­fol­gen Wirt­schafts­mi­nis­ter Jörg Stein­bach (63; SPD) und sein Team ge­bannt die Ent­wick­lung des Ak­ti­en­kur­ses. Ende Mai ist der Elek­tro­au­to­pio­nier mehr wert als VW, Daim­ler und BMW zu­sam­men – ob­wohl die 2019 zu­sam­men fast 30 Mil­li­ar­den Euro ver­dient ha­ben. Tes­la kam auf 62 Mil­lio­nen Euro – Ver­lust.


MEI­NE KOL­LE­GEN MI­CHA­EL FREI­TAG UND JO­NAS REST mach­ten sich auf die Su­che nach dem Schlüs­sel für die­se Pa­ra­do­xie; sie re­cher­chier­ten bei Tes­la und in Bran­den­burg, wo Musk jetzt das Tem­po vor­gibt, vor al­lem aber in hei­mi­schen Au­to­kon­zer­nen. Das Er­geb­nis ist aus deut­scher Sicht er­nüch­ternd: Alle ak­tu­el­len Elek­tro­mo­del­le, in­klu­si­ve Volks­wa­gens erst noch kom­men­dem ID.3, sind nicht kon­kur­renz­fä­hig, we­der in der Bat­te­rie­tech­nik noch in der Soft­ware. Gleich­zei­tig hat Tes­la sei­ne Pro­duk­ti­on so ver­bes­sert, dass die Ka­li­for­ni­er bei klas­si­schen Tu­gen­den wie Ver­ar­bei­tung fast mit­hal­ten kön­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.