NAMEN UND NACHRICHTEN

Spiel ohne Trümpfe

VOLKSWAGEN Konzernchef Diess wollte einen Vertrag bis 2025. Stattdessen eskaliert der Krach mit dem Betriebsrat.

SCHEIN­VER­EINT Be­triebs­rats­boss Bernd Os­ter­loh (l.) und Kon­zern­chef Her­bert Diess wol­len das Bes­te für VW. Doch je­der auf an­de­re Wei­se.

Bes­ser hät­te es für Volks­wa­gen-ChefHer­bert Diess (61) nicht lau­fen kön­nen. Mein­ten je­den­falls die Auf­sichts­rä­te. Das Ver­fah­ren we­gen Markt­ma­ni­pu­la­ti­on wur­de ein­ge­stellt ge­gen Zah­lung von 4,5 Mil­lio­nen Euro, die der Kon­zern über­nahm. Die An­kla­ge im Die­selskan­dal war da­mit vom Tisch; kein Frei­spruch, aber auch kein Schuld­spruch.

Auf­sichts­rats­chef Hans Die­ter Pötsch (69), eben­falls we­gen Markt­ma­ni­pu­la­ti­on an­ge­klagt, nahm sei­nen Deal über eben­falls 4,5 Mil­lio­nen Euro zü­gig an. Doch Diess habe eine an­de­re Rech­nung auf­ge­macht, heißt es in Wolfs­burg. Er sei un­schul­dig, in ei­nem Pro­zess dro­he ihm kei­ne Ver­ur­tei­lung, durch die Zah­lung blei­be ein Re­pu­ta­ti­ons­scha­den; der Ma­kel ge­fähr­de die spä­te­re Über­nah­me von Auf­sichts­rats­man­da­ten. Wenn er das An­ge­bot des Land­ge­richts ak­zep­tie­re, dann nur zum Woh­le des Un­ter­neh­mens, er­klär­te Diess sinn­ge­mäß – und ver­lang­te eine Ge­gen­leis­tung.

Diess schweb­te eine Ver­län­ge­rung sei­nes bis 2023 gül­ti­gen Ver­trags als Vor­stands­vor­sit­zen­der vor. Und weil es da­für noch zu früh ist, woll­te er gleich ein ganz neu­es Ver­trags­werk: bis 2025 dann.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.