NAMEN UND NACHRICHTEN

Schubumkehr

MTU Geißinger wird doch nicht neuer Chefaufseher.

VER­ZOCKT Jür­gen Geiß­in­ger

FürJür­gen Geiß­in­ger (60) wäre es ein Come­back nach Maß ge­we­sen. Der frü­he­re Chef des frän­ki­schen Zu­lie­fer­kon­zerns Scha­eff­ler, da­nach als Vor­ste­her des spä­ter in­sol­ven­ten Wind­an­la­gen­bau­ers Sen­vi­on un­ter die Rä­der ge­kom­men, soll­te den Auf­sichts­rats­vor­sitz beim Trieb­werks­zu­lie­fe­rer MTU Aero En­gi­nes über­neh­men. So hat­te es Geiß­in­ger, der den Dax-Neu­ling seit 2005 mit­kon­trol­liert, im Herbst mit den an­de­ren Auf­sichts­rä­ten ver­ab­re­det. Nach der MTU-Haupt­ver­samm­lung am 7. Mai soll­te der Auf­stieg be­sie­gelt wer­den.

Doch der streit­ba­re Schwa­be kam sich wie­der ein­mal selbst in die Que­re. So mach­te er sich früh­zei­tig mit Che­fal­lü­ren un­be­liebt (mm 2/​2020). Dass er in den Bör­sen­tur­bu­len­zen An­fang März mit MTU-Ak­ti­en han­del­te, fan­den ei­ni­ge Kon­trol­leu­re völ­lig in­dis­ku­ta­bel.

Und so kommt al­les an­ders. Amts­in­ha­ber Klaus Eber­hardt bleibt auch über das Co­ro­na-be­dingt in den Som­mer ver­scho­be­ne Ak­tio­närs­tref­fen hin­aus. Der lang­jäh­ri­ge Rhein­me­tall-Chef hat zwar mit 72 Jah­ren die Al­ters­gren­ze er­reicht; laut Ge­schäfts­ord­nung wür­de er nach der Ver­samm­lung aus­schei­den. Mit­kon­trol­leu­re mei­nen je­doch, in die­sen be­weg­ten Zei­ten sei Sta­bi­li­tät an­ge­bracht – auch an der Auf­sichts­rats­spit­ze.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.