CO­RO­NA-PRO­FI­TEUR Qia­gens Pro­duk­ti­on läuft pan­de­mie­be­dingt auf Hoch­tou­ren

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Rabatt für eine Perle

QIAGEN Wie Chefkontrolleur Björklund den Deal seines Lebens fabrizieren wollte und dabei eine deutsche Biotechikone verschleudert.

Peer Schatz (54) ge­hört zu den Aus­nah­me­er­schei­nun­gen in der deut­schen Un­ter­neh­mens­land­schaft. Er ist 28, als er 1993 in Hil­den bei Düs­sel­dorf als Fi­nanz­chef bei ei­nem Start-up na­mens Dia­gen an­fängt. Der Um­satz liegt bei 1,6 Mil­lio­nen Euro, die Zahl der Mit­ar­bei­ter bei 30. Als er zehn Jah­re spä­ter die Vor­stands­spit­ze über­nimmt, heißt das Un­ter­neh­men Qia­gen und hat den Ab­sturz am Neu­en Markt über­lebt.

Schatz baut Qia­gen zu ei­nem eu­ro­päi­schen Schwer­ge­wicht in der Dia­gnos­tik auf, ei­nem der welt­weit füh­ren­den Bio­tech­zu­lie­fe­rer. Die Test­kits aus Hil­den ge­hö­ren zur Grund­aus­stat­tung na­he­zu je­des La­bors, das Pa­ti­en­ten­pro­ben auf den Be­fall durch Co­ro­na-Vi­ren un­ter­sucht.

An­fang Ok­to­ber 2019 aber en­det Schat­z' Traum­kar­rie­re jäh. Er ver­lässt Qia­gen, üp­pig ent­schä­digt mit ei­ner Ab­fin­dung im Wert von rund 41 Mil­lio­nen Euro. Da­mit be­ginnt eine an­de­re Ge­schich­te, an de­ren Ende wohl der Ver­kauf ei­ner Per­le der deut­schen Bio­tech­sze­ne zu Ra­batt­kon­di­tio­nen in die USA ste­hen wird.

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