NAMEN UND NACHRICHTEN

Führungs-Vakuum

SIEMENS Die Digitalsparte ist in schwerem Fahrwasser, ein neuer Chef wird gesucht.

ZU STILL Ro­land Busch muss eine An­sa­ge ma­chen

Wenn Sie­mens-Vor­standKlaus Helm­rich (62) in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten mit Kun­den sprach, er­zähl­te er gern bei­läu­fig, wie bald sein Ru­he­stand be­vor­ste­he. Der Ver­trag des Kon­zern­ve­te­ra­nen en­det im März nächs­ten Jah­res und soll – die in­ter­ne Al­ters­gren­ze ist er­reicht – nicht mehr ver­län­gert wer­den. Man­chen Kun­den ir­ri­tier­te Helm­rich mit sei­ner froh­ge­mu­ten Plau­de­rei. Denn wie es nach sei­nem Ab­gang an der Spit­ze von Sie­men­s' wert­volls­ter Spar­te Di­gi­tal In­dus­tries (DI) wei­ter­geht, sag­te er nicht.

Der Num­mer zwei bei DI, Jan Mro­sik (55), wer­den auf den Sie­mens-Flu­ren und in den Ho­me­of­fices kaum noch Chan­cen auf die Helm­rich-Nach­fol­ge ein­ge­räumt. Es feh­le fach­li­che Tie­fe, mo­nie­ren Kon­zern­in­si­der. An­de­re at­tes­tie­ren ihm Man­gel an Ge­schmei­dig­keit.

Klar­heit über die Füh­rungs­fra­ge täte not. Die fast ein Jahr­zehnt lang er­folgs­ver­wöhn­te Spar­te kämpft seit ver­gan­ge­nem Som­mer mit sin­ken­der Nach­fra­ge wich­ti­ger Auto- und Ma­schi­nen­bau­kun­den. In den Mo­na­ten Ja­nu­ar bis März lie­ßen Pro­duk­ti­ons­stopps über­all auf der Welt den DI-Um­satz um 10 Pro­zent schrump­fen, dank ei­nes strik­ten Spar­kur­ses blieb die ope­ra­ti­ve Mar­ge mit 15,9 Pro­zent den­noch sehr aus­kömm­lich.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.