AUSSTEIGERIN

Melody Harris-Jensbach

verlässt Jack Wolfskin.

Deutsch­lands be­kann­tes­te Out­door­mar­ke Jack Wolfs­kin re­si­diert am Ran­de Id­steins; der ka­ser­nen­ar­ti­ge Bau mit sei­nen 8300 Qua­drat­me­tern Flä­che passt nicht recht zu den pit­to­res­ken Fach­werk­häu­sern im Her­zen des Tau­nus­städt­chens. Dass sich das Ma­nage­ment fragt, wie lan­ge es noch blei­ben darf, hat al­ler­dings kei­ne ar­chi­tek­to­ni­schen Grün­de.

Der Miet­ver­trag läuft noch bis 2027. Aber der US-Golf­aus­rüs­ter Cal­la­way, der Jack Wolfs­kin 2019 für 418 Mil­lio­nen Euro ge­schluckt hat, dürf­te kaum so lan­ge Ver­wen­dung ha­ben für eine so üp­pi­ge Re­prä­sen­tanz. Die Ame­ri­ka­ner be­schnei­den die Macht der neu­en Toch­ter zu­neh­mend, auch Wolfs­kin-Che­fin Me­lo­dy Har­ris-Jens­bach (59) ver­liert an Ein­fluss. Die frü­he­re Puma- und Es­prit-Ma­na­ge­rin zieht nun die Kon­se­quen­zen. Sie geht zum Jah­res­en­de.

Die Nach­fol­ge­su­che könn­te zur Groß­fahn­dung ge­ra­ten. Ne­ben Har­ris-Jens­bach, die beim Ver­kauf Kas­se ge­macht hat, ver­ab­schie­det sich auch Ver­triebs­chef Mar­kus Bötsch (56); wei­te­re Top­leu­te dürf­ten fol­gen. Bei Cal­la­way ist die Eu­pho­rie ver­flo­gen; in Wachs­tums­märk­ten wie Chi­na und den USA ha­ben die neu­en Her­ren längst das Kom­man­do über­nom­men. Wenn Jack Wolfs­kin 2021 über ein mo­der­nes Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem ver­fügt, sol­len wei­te­re Ein­schnit­te fol­gen. Das Wolfs­ge­heul in Id­stein wird lei­ser.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.