NAMEN UND NACHRICHTEN

Auf Bewährung

WIRECARD Vorstandschef Markus Braun muss um einen neuen Vertrag bangen.

TESTATS­FALL Mar­kus Braun, bis­lang Mr Wire­card

Es war eine Nacht voll quä­len­der De­bat­ten vom 27. auf den 28. April. Wer soll das Gut­ach­ten von KPMG vor­stel­len? Wire­card-Chef Mar­kus Braun (50) oder der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Tho­mas Ei­chel­mann (54), der die Prü­fung in Auf­trag ge­ge­ben hat­te? Wie ver­kauft man der Öffent­lich­keit die scho­ckie­ren­den Er­geb­nis­se des 74 Sei­ten star­ken Pa­piers, mit dem die bei­den den Fi­nanz­dienst­leis­ter end­lich vom Vor­wurf der Bi­lanz­ma­ni­pu­la­ti­on be­frei­en woll­ten? Gibt es noch ir­gend­ei­ne Mög­lich­keit, Zeit zu ge­win­nen und die Sa­che er­neut auf­zu­schie­ben?

Wire­card mach­te schließ­lich am nächs­ten Mor­gen das kom­plet­te Gut­ach­ten öf­fent­lich, wie von Ei­chel­mann ge­for­dert. Aber Braun prä­sen­tier­te es – und er blieb sei­ner Li­nie treu. Der Be­richt be­stä­ti­ge, was er im­mer ge­sagt habe: Wire­card fri­sie­re sei­ne Zah­len nicht, alle An­schul­di­gun­gen sei­en falsch.

Dumm nur, dass Brauns Pro­sa dem In­halt des Prüf­be­richts wi­der­sprach. Die Wirt­schafts­prü­fer wie­sen die Vor­wür­fe ge­gen Wire­card zwar nicht nach. Sie ent­kräf­te­ten sie aber auch nicht lü­cken­los. KPMG hat­te kei­nen Zu­gang zu wich­ti­gen Do­ku­men­ten be­kom­men. Zen­tra­le Wire­card-Ge­schäfts­part­ner ver­wei­ger­ten die Ko­ope­ra­ti­on, plötz­li­che Ver­än­de­run­gen der Ge­schäfts­struk­tur er­schwer­ten die Un­ter­su­chung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.