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Glaube, Nebel, Hoffnung

BANKEN In der Krise sind die Kreditinstitute endlich mal die Guten. Geld gibt's dieser Tage für fast jeden. Das Problem: Wenn die Wette auf das „V“ nicht aufgeht, verlieren alle.

FRANK­FURT OBEN­AUF In den Ban­ken­tür­men wer­den Wo­chen­end­schich­ten ge­fah­ren, um die Wirt­schaft zu ret­ten. So viel Kre­dit ga­b's lan­ge nicht.

Die Not­hil­fe zog sich über mehr als sechs Wo­chen. 1,7 Mil­li­ar­den Euro Hilfs­kre­dit be­an­trag­te Ce­cono­my-Chef Bern­hard Dütt­mann (60), um Geld­lö­cher tief wie Vul­kan­kra­ter bei der Toch­ter Me­dia-Sa­turn zu­zu­schüt­ten. Wo­chen­lang wa­ren im Lock­down fast alle Lä­den in Eu­ro­pa ge­schlos­sen, die On­line­shops konn­ten die Ein­nah­me­aus­fäl­le nicht aus­glei­chen.

Erst konn­te sich Me­dia-Sa­turn-Mit­eig­ner Jür­gen Kel­ler­hals (55; 22 Pro­zent) nur schwer da­mit ab­fin­den, dass er über die Lauf­zeit des Not­kre­dits bis Ende 2021 auf Di­vi­den­den ver­zich­ten soll­te. Dann müh­te sich die Deut­sche Bank, die den An­trag bei der staat­li­chen KfW stel­len woll­te, die an­de­ren 14 Kon­sor­ti­al­ban­ken im Ret­tungs­boot zu hal­ten.

Vor al­lem die US-Häu­ser Bank of Ame­ri­ca und J.P. Mor­gan sperr­ten sich erst. Sie moch­ten ihre im Som­mer 2021 fäl­li­gen bi­la­te­ra­len Li­ni­en nicht ver­län­gern und auch nichts bei­tra­gen zu den 20 Pro­zent, die pri­va­te In­sti­tu­te bei ei­nem KfW-Kre­dit ins ei­ge­ne Ri­si­ko bu­chen müs­sen. Man habe seit Jah­ren mit Ce­cono­my nichts ver­dient, klagt ein Ban­ker, nicht an den Kre­dit­li­ni­en und nicht am Cross-Sel­ling an­de­rer Dienst­leis­tun­gen. Wel­chen Sinn habe es, die­se Ge­schäfts­be­zie­hung aus­zu­wei­ten?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.