UNTERNEHMEN

Olafs Bank

KFW In der Krise vergibt die Förderbank auf Anweisung der Politik Kredite wie nie. In den Büchern der Frankfurter türmen sich die Risiken zu einer Zeitbombe auf.

DER BA­ZOO­KA-MI­NIS­TER Güns­ti­ge KfW-Dar­le­hen sind Teil des Waf­fen­ar­se­nals, das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz im Kampf ge­gen Co­ro­na ein­setzt

Es ist der letz­te Don­ners­tag im Fe­bru­ar, als Det­lev Ka­li­scher (60), lang­jäh­ri­ger Ma­na­ger der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW), ahnt: Sein Os­ter­ur­laub wird ins Was­ser fal­len, und er muss drin­gend sei­nen Ka­len­der frei­räu­men.

An dem Tag kommt der Kri­sen­stab des Bun­des im Kampf ge­gen Co­ro­na zum ers­ten Mal zu­sam­men. Eine For­de­rung von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er (61) dringt nach drau­ßen: „Wir müs­sen da­für sor­gen, dass die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf ein Min­dest­maß be­grenzt blei­ben.“ Für KfW-Ma­na­ger Ka­li­scher heißt das: „Da kommt was auf uns zu. Da wer­den wir et­was tun müs­sen, und zwar zü­gig.“

Ka­li­scher lei­tet bei Deutsch­lands größ­ter För­der­bank das Ge­schäft mit dem Mit­tel­stand. Seit fast 20 Jah­ren ar­bei­tet er dort, und mit Feu­er­wehr­ein­sät­zen kennt er sich aus: 2015 hat er in­ner­halb kur­zer Zeit ein Pro­gramm ent­wor­fen, mit dem die Bank den Bau von Flücht­lings­un­ter­künf­ten för­der­te. Jetzt, fünf Jah­re spä­ter, der nächs­te Ein­satz, bei dem es schnell ge­hen muss: „Wir ha­ben so­fort ein paar Leu­te zu­sam­men­ge­ru­fen“, er­zählt Ka­li­scher. Als Ers­tes die haus­ei­ge­nen Volks­wir­te. Wel­che Bran­chen dürf­te die Pan­de­mie am schwers­ten tref­fen? Wo­mit kann man den Fir­men am bes­ten hel­fen? Das sind die ent­schei­den­den Fra­gen.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.