UNTERNEHMEN

Jugendbe­wegung

SAP Walldorf siegt im Kulturkampf. Wie Christian Klein Deutschlands wertvollsten Konzern zurück zu alten Tugenden führt.
Kapitän Kleins Jungstruppe

SOLO FÜR CHRIS­TI­AN Nach stun­den­lan­gen Streit­te­le­fo­na­ten mit Co-Che­fin Mor­gan such­te das Duo die Ent­schei­dung im Auf­sichts­rat. Klein ge­wann.

Die In­sze­nie­rung passt zur Pan­de­mie: Ein lee­rer Flur, ste­ri­le Glas­wän­de, im Hin­ter­grund ein­sa­me Pflan­zen. Brav iso­liert preist Vor­stands­chef Chris­ti­an Klein (40) SAP per Vi­deo als Ret­ter in der Co­ro­na-Not: „Wir sind für euch da.“

Mit aus­ge­brei­te­ten Ar­men – fast so, als wol­le er die Kun­den an sein Herz drü­cken – be­schwört er die Ver­ant­wor­tung, die der An­bie­ter be­triebs­wirt­schaft­li­cher Soft­ware für welt­weit 440.000 Un­ter­neh­men tra­ge: „Wir hal­ten euer Ge­schäft am Lau­fen.“ Le­bens­lan­ge Be­zie­hun­gen wol­le er des­halb mit den Fir­men auf­bau­en und ih­nen hel­fen, ge­stärkt aus die­ser schwie­ri­gen Zeit her­vor­zu­ge­hen – als „in­tel­li­gen­te Un­ter­neh­men, die auch dann wach­sen, wenn sich die Welt plötz­lich än­dert“.

Die Wer­be­show er­in­nert ein we­nig an den ehe­ma­li­gen An­füh­rer Bill Mc­Der­mott (58), der SAP zu Deutsch­lands wert­volls­tem Un­ter­neh­men push­te. Doch so ganz kann Klein das Tem­po der Ver­kaufs­ma­schi­ne Bill nicht mit­ge­hen – sein ba­di­scher Dia­lekt schlägt aufs Eng­li­sche durch, sei­ne Ges­tik wirkt ge­küns­telt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.