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DER BULLE UND DAS EINHORN

FUSSBALL Die Corona-Krise zerschießt das Erfolgsmodell der Boombranche. Profitieren werden Klubs mit einem starken Investor und einem klaren Plan – Klubs wie RB Leipzig mit seinem Trainer Julian Nagelsmann.

GROS­SER AUF­TRITT Im Cham­pi­ons-Le­ague-Ach­tel­fi­na­le ge­gen Tot­ten­ham Hot­spur Mit­te März fuhr Ju­li­an Na­gels­mann den bis­her größ­ten Sieg für RB Leip­zig ein – und für sich selbst

J uli­an Na­gels­mann (32) war erst An­fang 20, aber be­reits fest ent­schlos­sen, den Fuß­ball zu re­vo­lu­tio­nie­ren. Um sei­nen Trai­nings­platz ließ der Ju­gend­trai­ner von Bun­des­li­gist TSG 1899 Hof­fen­heim Glas­fa­ser­ka­bel und Sen­so­ren ver­le­gen und Ka­me­ras auf­stel­len. Spie­lern und Bäl­len ver­pass­te er Mi­kro­chips. Er ar­bei­te­te mit Fach­leu­ten des Soft­ware­kon­zerns SAP, den Hof­fen­heims Spon­sor Diet­mar Hopp (80) mit­ge­grün­det hat­te, und des Fraun­ho­fer-In­sti­tuts für In­te­grier­te Schal­tun­gen in Nürn­berg.

Na­gels­mann woll­te ei­nem Com­pu­ter das Kon­zept des De­ckungs­schat­tens bei­brin­gen und von ihm er­fah­ren, wann ein Spie­ler auf dem Platz an­spiel­bar ist und wann nicht. Wann er frei ist, um die Geg­ner zu über­win­den. Ma­the­ma­tisch ge­nau, feh­ler­los.

„Man könn­te im Fuß­ball wirk­lich nach vorn kom­men, wenn man die Din­ge, die du als Trai­ner nur mit dem Auge wahr­nimmst, mit Da­ten un­ter­füt­tern könn­te“, sagt Na­gels­mann noch heu­te. Da­mals aber muss­te er nach drei Jah­ren auf­ge­ben. Die Com­pu­ter ka­pier­ten es ein­fach nicht. Sein ers­ter Ver­such, den Er­folg im Fuß­ball plan­ba­rer zu ma­chen, schei­ter­te.

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