UNTERNEHMEN

Mutter der Firma

NICOLA LEIBINGER-KAMMÜLLER Ihre ersten Jahre als Chefin des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf waren hart. Aber sie setzte sich durch – dank ihres Weitblicks und eines engen Verhältnisses zu den Mitarbeitern.

DEUTSCH­LANDS BE­KANN­TES­TE UN­TER­NEH­ME­RIN Ni­co­la Lei­bin­ger-Kam­mül­ler ver­tritt öf­fent­lich en­ga­giert die In­ter­es­sen des Mit­tel­stands und fin­det in der Po­li­tik Ge­hör. Auch in der Kon­zern­welt ist sie ge­fragt, so im Auf­sichts­rat von Sie­mens.

Nico­la Lei­bin­ger-Kam­mül­ler muss drin­gend zum Zahn­arzt. Und ge­ra­de jetzt ruft der Va­ter sie zu sich. Bert­hold Lei­bin­ger lässt die Toch­ter stän­dig zum Rap­port an­tre­ten, seit er sie 2005 als sei­ne Nach­fol­ge­rin an die Spit­ze des Werk­zeug­ma­schi­nen­her­stel­lers Trumpf be­rief. Im­mer­hin ist er Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der. Zu­dem will er sei­ne Stel­lung stär­ken, in­dem er der Fa­mi­li­en­fir­ma eine Hol­ding über­stülpt, mit ihm als Chef.

An die­sem Tag, an dem Lei­bin­ger-Kam­mül­ler oh­ne­hin an­ge­schla­gen ist, packt sie „der Mut der Ver­zweif­lung“. Sie mar­schiert in das Büro des Se­ni­ors und sagt ihm, dass es mit der Gän­ge­lei nicht wei­ter­ge­hen kann.

Die Epi­so­de liegt mitt­ler­wei­le 15 Jah­re zu­rück, aber Lei­bin­ger-Kam­mül­ler er­in­nert sich noch ganz ge­nau: „Ich war fürch­ter­lich auf­ge­regt, mir lief der Schweiß den Rü­cken run­ter.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.