TRENDS

Die Lizenz zum Führen

MANAGEMENT In Krisenzeiten rücken die Vorstandschefs noch stärker in den Fokus als sonst. Was unterscheidet sie von Durchschnittsmanagern? Was hat ihre Karrieren geprägt? Und worauf kommt es jetzt an?

Ein Be­such vom Chef ist für die Be­leg­schaft des Le­bens­mit­tel­gi­gan­ten Nest­lé ein eher sel­te­nes Phä­no­men. Mark Schnei­der (54) herrscht über ein Rie­sen­reich: 403 Wer­ke in 187 Län­dern. Da kann es län­ger dau­ern, bis der Boss mal vor­bei­kommt.

In den Nes­pres­so-Fa­bri­ken in Orbe, Ro­mont und Avenches hin­ge­gen kann man sich über die Fre­quenz der Chef­vi­si­ten nicht be­kla­gen. Seit An­fang März steckt Schnei­der Co­ro­na-be­dingt in der Schweiz fest, seit­her tourt er vor der Haus­tür. „Wenn wir un­se­ren Leu­ten in der Pro­duk­ti­on sa­gen, dass es si­cher sei, bei uns zu ar­bei­ten, dann schul­de ich es ih­nen, auch selbst dort zu sein.“

An­sons­ten übt er sich im Ma­nage­ment by Vi­deo­kon­fe­renz, mal zu Hau­se, mal in der Zen­tra­le. Schon im Fe­bru­ar, als et­li­che Wirt­schafts­len­ker noch hoff­ten, das Rau­schen um Co­vid-19 wer­de wie­der ab­klin­gen, schal­te­te Schnei­der in den Kri­sen­mo­dus – und än­der­te Prio­ri­tä­ten und Ma­nage­ment­stil ra­di­kal.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.