EIN LAND IST AUF DIS­TANZ Sonn­tags­at­mo­sphä­re an Ber­lins Alex­an­der­platz – durch den Lock­down wur­de das die neue Nor­ma­li­tät des öf­fent­li­chen Le­bens

TRENDS

Spurwechsel

TRANSFORMATION Der große Umbau hat begonnen. Deutschlands Wirtschaft muss sich auf eine Post-Corona-Welt einstellen, die nach neuen Regeln funktionieren soll: digitaler, grüner. Was bleibt: der erbitterte Kampf der Lobbyisten.

Das viel­leicht ein­zig Gute an Not­fal­lein­sät­zen ist: Man muss sich nicht groß über die Zu­kunft Ge­dan­ken ma­chen. Was zählt, ist die nächs­te Se­kun­de. Für die Ber­li­ner Po­li­tik zählt seit Wo­chen nur ei­nes: ret­ten, was zu ret­ten ist. Pa­trick Grai­chen (48), der Lob­by­ist, hat es da leich­ter. Er hat den Kopf frei von Not­fal­lope­ra­tio­nen. Er kann die Ar­gu­men­te sor­tie­ren für die Zeit und die Mil­li­ar­den da­nach – sei­nen Auf­bau­plan für die deut­sche Wirt­schaft.

Mit­te März, als die Kanz­le­rin den Lock­down ver­kün­de­te, er­kann­te der Chef der Denk­fa­brik Ago­ra En­er­gie­wen­de nicht nur die auf­zie­hen­de Wirt­schafts­kri­se. Für den Ex-Mi­nis­te­ria­len war auch gleich klar, was da­nach kom­men wird: ein Kon­junk­tur­pro­gramm. Und da­mit sei­ne Chan­ce.

Den Welt­fi­nanz­crash 2008 hat Grai­chen als Re­fe­rats­lei­ter im Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um er­lebt. Als die Ko­ali­ti­on da­mals ein Sti­mu­lus­pa­ket in die dar­ben­de Wirt­schafts­welt set­zen woll­te, muss­ten die Be­am­ten in­ner­halb we­ni­ger Tage Aus­ga­be­nide­en im Mil­li­ar­den­um­fang vor­le­gen. Ziem­lich „übers Knie ge­bro­chen“ habe man das da­mals, er­zählt Grai­chen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.