DIE ULTIMATIVE

Maske

Durchatmen mit Beuys. Wie ein Galerist ein Zeichen setzt.

„ZEI­GE DEI­NE WUN­DE“ – ein Werk­zi­tat von Jo­seph Beuys 25 Euro, van­der­g­rin­ten­ga­le­rie.com

War ja klar: Auch eine Mas­ke muss kein not­wen­di­ges Übel blei­ben, sie taugt auch als State­ment. Das klappt be­son­ders stim­mig mit dem Foto des Man­nes, der die Wer­te schon früh pro­pa­giert hat, von de­nen heu­te so vie­le re­den (Au­to­no­mie, Nach­hal­tig­keit, Um­welt­schutz, Em­pa­thie): Jo­seph Beuys (1921–1986), deut­scher Ak­ti­ons­künst­ler mit Welt­ruhm und Mit­be­grün­der der Grü­nen. Ihn kann man nun vor sich her­tra­gen, sich zu sei­nen „hu­ma­nis­ti­schen Wer­ten zur Ge­sell­schaft“ be­ken­nen, sagt der Köl­ner Ga­le­rist Franz van der Grin­ten (52). Sei­ne Beuys-Be­zie­hung ist ein­zig­ar­tig: Er ist als Kind mit ihm auf­ge­wach­sen, sei­ne Groß­mut­ter hat­te den Künst­ler nach dem Zwei­ten Welt­krieg trau­ma­ti­siert auf ih­rem klei­nen Hof in Kra­nen­burg am Nie­der­rhein auf­ge­nom­men. Die Fa­mi­lie war, wie van der Grin­ten sagt, von des­sen „au­ßer­ge­wöhn­li­cher An­zie­hungs­kraft“ fas­zi­niert, sam­mel­te sei­ne Ar­bei­ten und un­ter­stütz­te ihn.

Es ent­stand die größ­te Samm­lung von Beuys' Früh­werk, die in eine Stif­tung ein­ge­gan­gen ist. Als Ga­le­rist van der Grin­ten das Ma­te­ri­al durch­ging für eine Aus­stel­lung un­be­kann­ter Fo­to­gra­fi­en zum 100. Ge­burts­tag von Beuys (ab Ja­nu­ar 2021), stieß er auf die Bil­der des Fo­to­gra­fen Pe­ter Se­vri­ens.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.