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Im Sonderan­gebot

QIAGEN Mit juristischen Tricks will Oberaufseher Björklund den Verkauf absichern.

FIR­MENHÄND­LER Auf­sichts­rats­chef Björklund ver­ramscht Deutsch­lands Bio­te­chi­ko­ne

AlsHå­kan Björklund (64) An­fang März die Über­nah­me der deut­schen Bio­te­chi­ko­ne Qia­gen durch den US-Kon­zern Ther­mo Fis­her ver­kün­de­te, sah al­les nach ei­nem ver­nünf­ti­gen Han­del aus. 10 Mil­li­ar­den Dol­lar, 39 Euro je Ak­tie, hat­te der Auf­sichts­rats­chef für ein Un­ter­neh­men her­aus­ge­holt, das 1,4 Mil­li­ar­den Dol­lar Um­satz er­zielt und 5100 Leu­te be­schäf­tigt.

Seit­her hat sich die Welt für Qia­gen al­ler­dings ge­wal­tig ver­än­dert. Statt ei­nes Dia­gnos­ti­k­an­bie­ters mit Wachs­tums­pro­ble­men steht ei­ner der gro­ßen Ge­win­ner der Pan­de­mie zum Ver­kauf. Zwei­mal schon kor­ri­gier­te die Fir­men­spit­ze ihre Pro­gno­sen per Ad-hoc-Mit­tei­lung nach oben. In nor­ma­len Jah­ren ver­kauft Qia­gen 4,8 Mil­lio­nen Test­kits. Ende 2020 wird die Stück­zahl ver­mut­lich bei 20 Mil­lio­nen lie­gen, zu Roh­er­trags­mar­gen von ge­schätz­ten 80 Pro­zent.

Wer sich nicht ver­än­dert hat, ist Chef­auf­se­her Björklund. Der Mann will den Deal sei­nes Le­bens, und er will ihn schnell. Schon auf der Haupt­ver­samm­lung am 30. Juni könn­te er am Ziel sein, knapp ei­nen Mo­nat vor Ab­lauf der ei­gent­lich ent­schei­den­den An­ge­bots­frist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.