NAMEN UND NACHRICHTEN

Die liebe Familie

TENGELMANN Konzernlenker Christian Haub verkauft die Netto-Beteiligung – und der Erbstreit tobt weiter.

VER­LUST Karl-Eri­van Haub ver­schwand 2018 spur­los, seit­dem kämpft sei­ne Frau Kat­rin ums Erbe

Für Chris­ti­an Haub (55) könn­te es sein ers­ter gro­ßer Deal als Ten­gel­mann-Chef wer­den. Haub will die 10-pro­zen­ti­ge Be­tei­li­gung am Le­bens­mit­tel­dis­coun­ter Net­to an Mehr­heits­eig­ner Ede­ka ver­kau­fen. In we­ni­gen Ta­gen soll das Ge­schäft über die Büh­ne ge­hen. Es dürf­te 600 Mil­lio­nen Euro in die Kas­sen spü­len.

Das ist viel Cash, ge­ra­de in Zei­ten, in de­nen Co­ro­na die An­fäl­lig­keit ei­nes weit­ge­hend sta­tio­nä­ren Han­dels­mul­tis of­fen­legt. Doch nach Steu­ern rei­chen die 600 Mil­lio­nen Euro nicht, um den wich­tigs­ten Kon­flikt im Clan zu lö­sen – die Zah­lung der Erb­schaft­steu­er für die Kin­der von Chris­ti­ans Schwä­ge­rin Kat­rin Haub (54).

Vor gut zwei Jah­ren ver­lor die Sip­pe ihre bei­den do­mi­nie­ren­den Köp­fe: Erst starb Pa­tri­arch Eri­van Haub mit 85 Jah­ren. Kurz dar­auf ver­schwand der da­mals 58-jäh­ri­ge Kon­zern­len­ker Karl-Eri­van ("Char­ly") Haub bei ei­ner Berg­tour. Die drei Fa­mi­li­en­stäm­me, die je etwa ein Drit­tel der An­tei­le hal­ten, stan­den füh­rer­los da; und das seit Lan­gem schwä­ren­de Miss­trau­en un­ter­ein­an­der be­las­tet die Ver­schwis­ter­ten und Ver­schwä­ger­ten im­mer mehr.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.