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Der Crash-Prophet

KLAUS-MICHAEL KÜHNE Der Patron lehnt jede Altersgrenze ab – und riskiert so ein Desaster.

SCHAT­TEN­SPIELKlaus-Mi­cha­el Küh­ne liebt ver­deck­te At­ta­cken

Die Co­ro­na-Kri­se hat bis­her nicht zum Welt­un­ter­gang ge­führt, auch nicht beim Lo­gis­tik­kon­zern Küh­ne + Na­gel (KN). Doch Pa­tron und Haupt­ak­tio­när (53,3 Pro­zent) Klaus-Mi­cha­el Küh­ne (83) un­ter­nahm ei­ni­ges, da­mit es sich für sei­ne Leu­te so an­fühlt. Über Mo­na­te trak­tier­te er sein Un­ter­neh­men mit Ak­tio­nis­mus, Al­lein­gän­gen und düs­te­ren Pro­gno­sen.

Vor al­lem die Füh­rungs­kräf­te muss­ten lei­den. Fast wö­chent­lich be­stell­te Küh­ne das Prä­si­di­um des Ver­wal­tungs­rats ein, dem er eh­ren­hal­ber an­ge­hört, dazu die Top­ma­na­ger. Nor­ma­ler­wei­se tagt die Run­de alle drei Mo­na­te. KN-Chef Det­lef Trefz­ger (57) – ei­gent­lich im Ta­ges­ge­schäft ge­for­dert – soll­te stän­dig ir­gend­wel­che Zah­len be­sor­gen und plötz­li­che Ide­en des Pa­tri­ar­chen auf­grei­fen.

Auch freie Ak­tio­nä­re und die kom­plet­te Be­leg­schaft be­ka­men Küh­nes Pa­nik zu spü­ren. Die Di­vi­den­de strich er ohne vor­he­ri­ges Vo­tum des Ver­wal­tungs­rats, und in In­ter­views ora­kel­te er über ei­nen Per­so­nal­schnitt von bis zu ei­nem Vier­tel.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.