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LARS WINDHORST Ein Rückkauf von Schuldtiteln macht den Finanzmixer reich – auf dem Papier.

BÜHNEN­REIF Der Her­tha-In­ves­tor hat ein Händ­chen für hei­ße Ge­schäf­te

Lars Wind­horst (43) denkt gern groß. Den Ber­li­ner Fuß­ball­klub Her­tha BSC will er mit sei­nem Geld aus dem Bun­des­li­ga-Mit­tel­maß in die in­ter­na­tio­na­le Spit­ze hie­ven. Und Co­ro­na ist für ihn nicht in ers­ter Li­nie ein ge­fähr­li­ches Vi­rus, son­dern Ge­le­gen­heit für krea­ti­ve Deals. So er­klärt er es seit Mo­na­ten sei­nen Ge­schäfts­part­nern.

Und tat­säch­lich ist Wind­horst mit­ten in der Kri­se ein Coup ge­lun­gen, mit dem er sei­nem Ruf als Fi­nanz­ma­gi­er alle Ehre macht – wenn das Ge­schäft denn am Ende auf­geht. Wind­horst will an sei­nen ei­ge­nen Schul­den ver­die­nen.

Ende April kauf­te er der Lon­do­ner Fonds­ge­sell­schaft H₂O, die zur fran­zö­si­schen Bank Na­ti­xis ge­hört, in gro­ßem Stil Un­ter­neh­mens­an­lei­hen sei­ner Start-ups und Fir­men­wet­ten ab. H₂O ist Wind­horsts mit Ab­stand wich­tigs­ter Gläu­bi­ger; es ging um Schuld­ti­tel im Um­fang von no­mi­nal mehr als zwei Mil­li­ar­den Euro. Doch im Um­feld des Deals heißt es, Wind­horst habe le­dig­lich gut eine Mil­li­ar­de Euro da­für be­zahlt. Er selbst will sich zu den Zah­len nicht äu­ßern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.