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Fatale Hilfe

LUFTHANSA Erst kam Corona, dann die Bundesregierung. Das Virus und eine verkorkste Rettung machen Europas größte Airline zum Sanierungsfall. Konzernchef Carsten Spohr kann seine kühnen Pläne begraben.

KAMPF­PI­LOT Luft­han­sa-Vor­mann Cars­ten Sp­ohr träumt da­von, mit sei­ner Air­line­grup­pe stär­ker aus der Kri­se zu kom­men als die Kon­kur­renz. Doch für Of­fen­si­ven am Markt fehlt ihm das Geld.

In schwe­rer Zeit strah­len Licht­bli­cke be­son­ders hell. Luft­han­sa-Len­ker Cars­ten Sp­ohr (53) fin­det sie der­zeit in sei­nen Mails. Nie zu­vor be­kam er so vie­le auf­mun­tern­de Zu­schrif­ten aus der Be­leg­schaft. Die Mit­ar­bei­ter lo­ben sei­ne kämp­fe­ri­schen Auf­trit­te, vor al­lem aber sein Man­tra, das er in vie­len Va­ri­an­ten vor­rä­tig hat: Die Luft­han­sa ist kein x-be­lie­bi­ges Un­ter­neh­men, son­dern ein Ju­wel der deut­schen Wirt­schaft – das un­be­dingt er­hal­ten wer­den muss!

Ganz an­ders die Stim­men, als der Kon­zern noch Mil­li­ar­den ver­dien­te. Da hiel­ten so man­che der 138.000 Kol­le­gen ih­rem Chef Gier und Geiz zu­gleich vor. Und ga­ben Sp­ohr, der in jun­gen Jah­ren als Pi­lo­ten­schü­ler an­ge­fan­gen hat­te, deut­lich zu ver­ste­hen, er sei längst nicht mehr ei­ner von ih­nen.

In der größ­ten Kri­se seit dem Neu­start der Flug­li­nie vor 65 Jah­ren rü­cken die Luft­han­sea­ten wie­der zu­sam­men. Es bleibt ih­nen auch kaum et­was an­de­res üb­rig. Au­ßer­halb des ei­ge­nen Hau­ses, so wirkt es, fin­det die Flie­ger­ge­mein­de der­zeit nur we­ni­ge Freun­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.