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CAPTAIN IN RESERVE

PORTRÄT Henkels neuer Chef Carsten Knobel soll endlich das Potenzial des Konsumgüter-und Industriekonzerns heben. Doch der langjährige Controller und Finanzer findet noch nicht in die Rolle des Erneuerers.

Von Thomas Werres

PRO­FIL­GE­BER Cars­ten Kno­bel muss eine Wachs­tums­re­zep­tur für die zu­letzt er­lahm­te Per­sil-Fir­ma fin­den

Cars­ten Kno­bel punk­tet gern be­reits bei der Be­grü­ßung. Das geht heu­te so: El­len­bo­gen raus, den Ober­kör­per schräg nach vorn ge­neigt, den Mund zu ei­nem freund­li­chen Lä­cheln ge­öff­net: „Wol­len wir?“ Dann der Co­ro­na-ab­ge­wan­del­te Fuß­bal­ler­ab­klatsch. Und die Stim­mung stimmt.

Der 51-Jäh­ri­ge, seit Ja­nu­ar die Num­mer eins beim Kos­me­tik-, Wasch­mit­tel- und Kleb­stoff­kon­glo­me­rat Hen­kel, hat of­fen­sicht­lich Ta­lent, auf Leu­te zu­zu­ge­hen. Zur­zeit führt er sei­ne Lo­cker­heit nicht nur be­triebs­frem­den Gäs­ten am Düs­sel­dor­fer Stamm­sitz vor. In ers­ter Li­nie setzt er sie bei der 52.000 Köp­fe zäh­len­den Kon­zern­be­leg­schaft ein. In­ter­ne Mails un­ter­schreibt er nur noch mit Vor­na­men. Die ge­sam­te Trup­pe be­glückt er Wo­che für Wo­che mit Vi­deo­bot­schaf­ten. „Ich möch­te, dass un­se­re Mit­ar­bei­ter spü­ren, dass ich nah an ih­nen dran bin“, sagt Kno­bel.

Er möch­te „Cap­tain der Mann­schaft“ sein, nicht „Kö­nig von Per­sil“, wie eine Sonn­tags­zei­tung ihn nann­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2020.